EurekAlert! auf Deutsch

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Public Release: 21-Dec-2012

Graphen auf Nickel: Elektronen verhalten sich wie Licht

Helmholtz Association

Dr. Andrei Varykhalov und Mitarbeiter aus der Gruppe um Prof. Dr. Oliver Rader haben an BESSY II die elektronischen Eigenschaften von mit Graphen beschichtetem Nickel untersucht und dabei ein überraschendes Ergebnis erhalten. Sie konnten zeigen, dass sich die Leitungselektronen des Graphen eher wie Licht verhalten und weniger wie Teilchen. Dieses Verhalten hatten Physiker eigentlich nur für freischwebende Graphenschichten erwartet, die eine perfekte Bienenwabenstruktur aufweisen, nicht aber bei Graphen auf Nickel.

Journal
Physical Review X
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Public Release: 21-Dec-2012

Auf und ab der Biodiversität nach dem Massensterben

University of Zurich

Das Klima nach dem bisher grössten Massensterben vor 252 Millionen Jahren war zunächst kühl, später sehr warm und dann wieder kühl. Dank den kühleren Temperaturen nahm die Viel-falt der marinen Fauna stark zu, wie Paläontologen der Universität Zürich rekonstruieren konn-ten. Das wärmere Klima, verbunden mit einem hohen CO2-Gehalt in der Atmosphäre, führte zuerst zu neuen kurzlebigen Arten. Längerfristig wirkte sich diese Klimaveränderung aber negativ auf die Biodiversität aus und verursachte ein Artensterben.

Journal
Nature Geoscience
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Public Release: 21-Dec-2012

Ein Puzzle aus Milliarden von Teilen

Bielefeld University

In Biogasanlagen arbeiten Heerscharen von Mikroorganismen täglich daran, aus Abfall Energie herzustellen. Um herauszufinden, welche Mikroben diese Arbeit am besten machen, schauen Forscher vom Centrum für Biotechnologie (CeBiTec) der Universität Bielefeld ganz genau hin: Für ausgewählte Biogasanlagen deutschlandweit analysieren sie die Gesamt-Erbinformation der mikrobiellen Gemeinschaften.

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Public Release: 20-Dec-2012

Proteinpaar bringt Hirnzellen in Form

Helmholtz Association

Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen in Bonn sind neue Einblicke in die frühe Entwicklungsphase von Hirnzellen gelungen. Sie konnten in Zusammenarbeit mit Forschern des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried, der Universität Bonn und weiteren Kollegen aus dem In- und Ausland zwei Proteine identifizieren, die die Ausbildung von Zellfortsätzen steuern. Aus diesen Auswüchsen gehen schließlich jene typischen Verästelungen hervor, über die Nervenzellen Signale empfangen und weiterleiten. Die Studie des Teams um Prof. Frank Bradke liefert Hinweise zur Hirnentwicklung und über die Ursachen von Erkrankungen des Nervensystems. Die Ergebnisse sind jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Neuron" erschienen.

Journal
Neuron
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Public Release: 20-Dec-2012

Gift für Krebszellen

Technische Universitaet Muenchen

Ein hochwirksames Gift tötet die Larve des Gartenlaubkäfers, wenn der Fadenwurm Heterorhabditis seine Eier in ihr ablegt. Bisher war es ein Rätsel, warum die viel größeren Larven absterben, während die Fadenwürmer die Giftattacke unbeschadet überstehen. Wissenschaftlern der Technischen Universität München (TUM) gelang es nun, das Geheimnis zu lüften. Das von ihnen dafür entwickelte Verfahren könnte auch für die Suche nach neuen pharmazeutisch wirksamen Substanzen von großem Nutzen sein. Im renommierten Fachmagazin PNAS stellen sie ihre Ergebnisse vor.

Journal
Proceedings of the National Academy of Sciences
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Public Release: 17-Dec-2012

Fortpflanzung und Lebensdauer hängen zusammen

Max-Planck-Gesellschaft

Die Keimdrüsen sind vor allem bekannt für ihre Rolle bei der Fortpflanzung. Sie beeinflussen aber auch die Lebensspanne des betreffenden Tieres. Das Entfernen der Keimzellen, aus denen Spermien und Eier hervorgehen, verlängert beim Rundwurm Caenorhabditis elegans die Lebenszeit. Die zugrunde liegenden molekularen Mechanismen waren bislang jedoch ein Rätsel. Jetzt haben Wissenschaftler am Kölner Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns herausgefunden, dass durch das Entfernen der Keimzellen ein "molekularer Schalter" umgelegt wird -- und sich so die Lebensspanne des Wurms verlängert. Dabei spielen Elemente einer "Entwicklungs-Kontroll-Uhr" des Wurms eine zentrale Rolle.

Journal
Science
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