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Public Release: 3-Sep-2013

Fischembryonen besitzen Mechanismus zum Chemikalienschutz

Helmholtz Association

Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung haben gemeinsam mit Kollegen des Schweizer Wasserforschungsinstitutes Eawag, ein Protein entdeckt, das Chemikalien aus dem Embryo des Zebrabärblings heraustransportiert und ihn auf diese Weise vor giftigen Substanzen schützt. Dieser Schutzmechanismus kann jedoch durch bestimmte Umweltchemikalien außer Kraft gesetzt werden, wodurch die Tiere gegenüber Giftstoffen sehr viel empfindlicher werden. Die im Wissenschaftsmagazin „BMC Biology" veröffentlichte Studie könnte für die Chemikalienbewertung zukünftig von großer Bedeutung sein.

Journal
BMC Biology
Funder
German Research Foundation, Saxon Ministry of Environment, German Federal Foundation for the Environment
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Public Release: 22-Aug-2013

Verfahren für ultradünne Kohlenstoff-Membranen erfunden

Bielefeld University

In der Zukunft sollen sie feinste Stoffe filtern können: Kohlenstoff-Nanomembranen. Diese Trennschichten sind ultradünn und bestehen nur aus einer Schicht Moleküle. Auf lange Sicht kommen sie in Frage, um Gase voneinander zu trennen und damit zum Beispiel Giftstoffe aus der Luft zu filtern. Derzeit beschäftigt sich die Grundlagenforschung noch mit der Herstellung der Nano-Membranen. Einem Forschungsteam um den Bielefelder Physiker Professor Dr. Armin Gölzhäuser ist es nun gelungen, ein neues Verfahren für die Herstellung der Membranen zu entwickeln.

Journal
ACS Nano
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Public Release: 22-Aug-2013

Neues Modell zeigt Arsenrisiko aus Chinas Grundwasser

Swiss Federal Institute of Aquatic Science and Technology: Eawag

Mit Arsen belastetes Grundwasser, das als Trinkwasser genutzt wird, stellt eine Gesundheitsgefahr dar für fast 20 Millionen Chinesinnen und Chinesen. Das zeigen Wissenschafter der Eawag zusammen mit Forscherkollegen aus China in einer heute in Science publizierten Studie. Ihre Schätzung beruht auf einem neuen Risikomodell, das geologische und hydrologische Daten sowie Arsenmessungen in Brunnen verwendet. Die Studie förderte auch bisher unbekannte Risikogebiete an den Tag.

Journal
Science
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Public Release: 22-Aug-2013

Neue Risikomodelle gehen von einem hohen Arsenrisiko im chinesischen Grundwasser aus

American Association for the Advancement of Science

Ein neues Modell zur Vorhersage des Risikos einer Grundwasserverunreinigung wird den betroffenen Verbrauchern in erheblichem Umfang Zeit und Geld sparen und gleichzeitig Probleme mit der Trinkwasserqualität hervorheben. Dieses Modell wird derzeit in China implementiert, um die Verbreitung von Grundwasserverunreinigung mit Arsen zu ermitteln.

Journal
Science
Funder
Sino-Swiss Science & Technology Cooperation Program, Chinese Academy of Sciences/External Cooperation Program
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Public Release: 21-Aug-2013

Bielefelder Genomforscher entschlüsseln das Hamstergenom

Bielefeld University

Genomforscher vom Centrum für Biotechnologie der Universität Bielefeld haben unter der Leitung von Professor Dr. Alfred Pühler das Genom des Chinesischen Hamsters sequenziert. Der Chinesische Hamster ist der Lieferant für die abgeleiteten Zellkulturen, die in der Pharmaindustrie für die Produktion von biopharmazeutischen Produkten, zum Beispiel von medizinischen Antikörpern, genutzt werden. Ermöglicht wurde das aufwendige Projekt durch die Zusammenarbeit zwischen der Universität Bielefeld und internationalen Projektpartnern.

Journal
Nature Biotechnology
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Public Release: 14-Aug-2013

Lymphknoten mit Ortsgedächtnis

Helmholtz Centre for Infection Research

Im menschlichen Immunsystem haben die regulatorischen T-Zellen (kurz „Tregs") eine wichtige Aufgabe: Sie steuern die übrigen Immunzellen und vermitteln ihnen gewissermaßen eine „tolerante Haltung" gegenüber körpereigenen Zellen und ungefährlichen Fremdkörpern. Wie Tregs überhaupt zu Tregs werden, war bislang nicht genau bekannt. Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung in Braunschweig ist es nun in Zusammenarbeit mit Kollegen von der Medizinischen Hochschule Hannover gelungen, dies besser zu verstehen.

Journal
Mucosal Immunology
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Public Release: 14-Aug-2013

Wetterextreme heizen Klimawandel an

Max-Planck-Gesellschaft

Wenn der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre steigt, heizt sich die Erde nicht nur auf, auch Wetterextreme wie anhaltende Dürren, Hitzewellen, Starkregen oder extreme Stürme dürften sich häufen. Ob die extremen Klimaereignisse dazu führen, dass Landökosysteme zusätzliches Kohlendioxid freisetzen und somit den Klimawandel verstärken, ist eine der großen offenen Fragen in der Klimaforschung. Ihr ist nun ein internationales Forscherteam um Markus Reichstein, Direktor am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena, nachgegangen. Die Wissenschaftler fanden dabei heraus, dass die Landökosysteme wegen der extremen klimatischen Ereignisse jährlich per Fotosynthese etwa elf Milliarden Tonnen weniger Kohlendioxid aufnehmen, als sie es ohne Extremereignisse könnten. Das entspricht etwa einem Drittel der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen pro Jahr.

Journal
Nature
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Public Release: 12-Aug-2013

Kosmologie im Labor mit lasergekühlten Ionen

Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)

Das Prinzip der Symmetrie und ihrer Störung lässt sich unter kontrollierten Laborbedingungen untersuchen: Wissenschaftler des Exzellenzclusters QUEST in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt nutzten dafür lasergekühlte Ionen in sogenannten Ionen-Coulomb-Kristallen. Sie konnten erstmals zeigen, wie sich Symmetriebrüche kontrolliert erzeugen lassen und dabei das Auftreten von Defekten beobachten.

Journal
Nature Communications
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