EurekAlert! auf Deutsch

{THUMBNAIL}
Public Release: 4-Dec-2013

Älteste menschliche DNA entziffert

Max-Planck-Gesellschaft

Mithilfe neuester Extraktions- und Analysetechniken ist es Forschern vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig gelungen, eine nahezu vollständige mitochondriale Genomsequenz eines 400.000 Jahre alten Homininen aus Sima de los Huesos, Spanien, zu bestimmen. Anhand dieser Sequenz konnten die Forscher eine Verwandtschaft dieses Vertreters der Gattung Homo mit den Denisova-Menschen aufdecken, einem ausgestorbenen Verwandten des Neandertalers aus Asien. So alte DNA konnte bis vor kurzem nur von Fossilien aus Permafrostgebieten gewonnen werden.

Journal
Nature
{THUMBNAIL}
Public Release: 2-Dec-2013

Arbeitsteilung im Reagenzglas

Max Planck Institute for Chemical Ecology

Arbeitsteilung ist effektiver als sich ohne fremde Hilfe durchs Leben zu kämpfen - das gilt auch für Kleinstlebewesen. Dies hat die Forschungsgruppe Experimentelle Ökologie und Evolution vom Max-Planck-Institut für chemische Ökologie, Jena, zusammen mit Kollegen der Friedrich-Schiller-Universität mit auf Mikroben basierenden Modellversuchen herausgefunden.

Journal
ISME Journal
Funder
Max Planck Society, Volkswagen Foundation, Jena School for Microbial Communication, Fundação Calouste Gulbenkian
{THUMBNAIL}
Public Release: 2-Dec-2013

Hören besser verstehen

Technische Universitaet Muenchen

Wenn Kinder sprechen lernen, sind sie auf ein funktionsfähiges Gehör angewiesen. Tauben Menschen können sogenannte Cochlea-Implantate das Hören wieder ermöglichen, indem sie den Hörnerv elektrisch erregen. Forscher der Technischen Universität München arbeiten daran, die derzeitigen Grenzen dieser Technologie zu überwinden. Sie erforschen die Umsetzung der Signale im Hörnerv und ihre neuronale Verarbeitung im Gehirn. Mit den von ihnen entwickelten Computermodellen wollen die Hersteller ihre Geräte weiter verbessern.

Meeting
166th Meeting of the Acoustical Society of America
{THUMBNAIL}
Public Release: 29-Nov-2013

Je mehr Fortpflanzungspartner, desto mehr Nachkommen

Bielefeld University

Forschern der Universität Bielefeld und der Technischen Universität Braunschweig ist es gelungen, den Vorteil von Mehrfachvaterschaften erstmalig für ein Wirbeltier unter komplett natürlichen Bedingungen nachzuweisen. Dr. Barbara Caspers (Universität Bielefeld) und Dr. Sebastian Steinfartz (Technische Universität Braunschweig) konnten mit ihrem Team zeigen, dass sich Feuersalamander-Weibchen in der Natur mit mehreren Männchen paaren (so genannte Polyandrie) und aus diesem Verhalten Fitness-relevante Vorteile ziehen können indem sie die Anzahl ihrer Nachkommen erhöhen. Die Ergebnisse der Studie erscheinen am heutigen Freitag (29. November) in der Early View Ausgabe von Molecular Ecology im Internet.

Journal
Molecular Ecology
{THUMBNAIL}
Public Release: 28-Nov-2013

Virtuelle Elektromobilität in München

Technische Universitaet Muenchen

In München soll erstmals der Einsatz von 130 elektrisch angetrieben Taxis und Gewerbefahrzeugen simuliert werden. Dafür stellt die Technische Universität München den teilnehmenden Betrieben ein Smartphone zur Verfügung, das in den Taxen und Handwerksautos angebracht wird und deren Bewegungsprofil misst. Die Handysoftware der TU München verarbeitet die erfassten Werte und zeigt dem Fahrer Energieverbrauch und verbleibende Reichweite eines virtuellen Elektroautos an. So wird schnell klar, ob der Einsatz eines Elektrofahrzeugs möglich und ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll wäre.

{THUMBNAIL}
Public Release: 28-Nov-2013

Schnappschüsse unterscheiden Moleküle von ihrem Spiegelbild

Max-Planck-Gesellschaft

Kleiner Unterschied, große Wirkung: Die meisten biologischen Moleküle kommen in zwei Varianten vor, die sich gegenseitig Original und Spiegelbild sind. Sie verhalten sich also wie die rechte und die linke Hand zueinander. Zum Beispiel lassen die links- und rechtshändigen Varianten des gleichen Moleküls Zitronen und Orangen unterschiedlich riechen. Auch in der Pharmazie kann die Händigkeit eines Stoffes für seine Wirkung eine wichtige Rolle spielen. Nun haben Physiker des Max-Planck-Instituts für Kernphysik und Chemiker der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg in enger Zusammenarbeit eine Methode entwickelt, die gewissermaßen Schnappschüsse von chiralen Molekülen macht und somit deren räumlichen atomaren Aufbau visualisiert. Aus dieser Information lässt sich die Händigkeit der Moleküle direkt ablesen.

Journal
Science
{THUMBNAIL}
Public Release: 28-Nov-2013

Herzeigene Stammzellen tragen zur Regeneration bei

Max-Planck-Gesellschaft

Bis vor wenigen Jahren war gängige Lehrbuchmeinung, dass das Säugerherz keine nennenswerte Regenerationsfähigkeit besitzt. Mittlerweile ist aber bekannt, dass doch eine kontinuierliche Erneuerung der Herzmuskelzellen stattfindet, allerdings auf sehr niedrigem Niveau. Forscher vom Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim haben nun eine dafür verantwortliche Stammzellpopulation identifiziert. Dadurch wächst die Hoffnung, zukünftig bei Patienten mit Erkrankungen des Herzmuskels die Selbstheilungskräfte zu stimulieren und so neue Therapiemöglichkeiten zu entwickeln.

Journal
Stem Cell Reports
    {PAGELIST_NEW}