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Public Release: 17-Jul-2013
DFG fördert drei neue Forschergruppen Rund 6,5 Millionen Euro für die Untersuchung von Biomolekülen unter Druck, Energiewandlung und Oxidoberflächen in den kommenden drei Jahren. Contact: Marco Finetti Public Release: 15-Jul-2013
Schön und erfolgreich Weibliche Dominanz über Männchen ist bei Säugetieren ein seltenes Phänomen. Bonobos scheinen zu diesen Ausnahmen zu gehören. Das ist erstaunlich, da auch bei dieser Art ausgewachsene Männchen meist größer und stärker sind als die Weibchen. Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben die Dominanzverhältnisse zwischen männlichen und weiblichen frei lebenden Bonobos untersucht. Sie hat dabei besonders die hohe Stellung einiger Weibchen im Dominanzgefüge interessiert. Das Ergebnis: Es sind nicht die weiblichen Allianzen, mit denen Weibchen Konflikte gewinnen können. Auch scheint der Kontext des Konflikts für dessen Ausgang irrelevant zu sein. Stattdessen spielt die Attraktivität der Weibchen eine wichtige Rolle. Wenn diese eine sexuelle Bereitschaft zeigen, gewinnen sie Konflikte mit Männchen leichter. Die Männchen verhalten sich dann weniger aggressiv. Contact: Dr. Martin Surbeck Public Release: 15-Jul-2013
Forscher entdecken neue Retroviren bei Eisbär Knut und Panda Bao Bao Nach dem Tod des Eisbären Knut ergaben Untersuchungen am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), dass Knut wohl an einer durch Viren verursachten Gehirnentzündung litt. Bei der Analyse seines Erbguts haben Forscher der Saar-Uni und des IZW nun neue Sequenzen endogener Retroviren entdeckt und charakterisiert. Auch bei dem Pandabären Bao Bao fanden sich diese Viren. Dass sich diese Viren bereits vor etwa 45 Millionen Jahren in das Genom eines Vorfahren der Bären eingebaut haben, zeigen die Forscher in einer aktuellen Studie in der Fachzeitschrift Virology. Darüber hinaus sind die neu entdeckten Viren denen im Erbgut von Fledermäusen, Rindern und sogar Menschen sehr ähnlich. Beim Menschen stehen einige von ihnen im Verdacht, Krankheiten mit auszulösen. Contact: Jens Mayer Public Release: 15-Jul-2013
Steuerbare Zufallslaser Das Licht, das sie ausstrahlen, ist ebenso individuell wie ein Fingerabdruck: Zufallslaser sind winzige Strukturen, deren Abstrahlverhalten durch chaotische Lichtstreuung in ihrem Inneren festgelegt ist. Erst seit wenigen Jahren kann man ihr Verhalten erklären, nun wurde an der TU Wien eine Methode präsentiert, mit der sich die Richtung ihrer Strahlung nach Belieben steuern lässt. Was als kuriose Idee begann, wird damit zu einer neuen Art von Lichtquelle. Contact: Florian Aigner Public Release: 11-Jul-2013
Nature: Wie Wälder mit mehr Kohlendioxid umgehen Während die Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre steigt, erhöhen Wälder ihre Wassernutzungseffizienz: Sie können mehr von dem Gas aufnehmen, ohne dabei aber mehr Wasser zu verlieren. Wie langfristige Messungen an vielen Waldstandorten der Nordhalbkugel zeigen, reagieren die Spaltöffnungen an der Blattoberfläche auf mehr Kohlendioxid -- ein Beispiel für Strategien von Ökosystemen, mit Veränderungen umzugehen. Forscher aus den USA und des KIT beschreiben die Untersuchung nun in der Zeitschrift „Nature". Contact: Monika Landgraf Public Release: 11-Jul-2013
Politische Optionen in virtuellem Windkanal Ein Team von Forschern der ETH Zürich, des Hochschulinstituts für internationale Studien in Genf und der Hebrew University of Jerusalem stellen eine neue Computersimulation vor, die den Verlauf von Gewalt in Jerusalem realitätsnah nachzeichnet. Mit dem Modell lassen sich Möglichkeiten für eine friedlichere Zukunft der umkämpften Stadt testen. Contact: Karsten Donnay Public Release: 11-Jul-2013
Vorhof repariert Herzkammer Wird das Herz infolge eines Infarktes nicht ausreichend mit Blut versorgt, stirbt Herzgewebe ab. Bei erwachsenen Menschen ist die Fähigkeit zur Selbstheilung kaum entwickelt. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim haben nun mit US-Kollegen am Embryo des Zebrabärblings beobachtet, dass Muskelzellen aus dem unbeschädigten Vorhof in die Herzkammer einwandern und so wesentlich zur Regeneration beitragen. Dies könnte Grundlage für neuartige Therapieansätze sein. Contact: Dr. Didier Stainier Public Release: 10-Jul-2013
Kleine Objekte strahlen anders Jedes Objekt um uns herum sendet Wärmestrahlung aus. Normalerweise lässt sich diese Strahlung sehr präzise mit dem Planck'schen Strahlungsgesetz beschreiben. Wenn allerdings das strahlende Objekt kleiner ist als die Wellenlänge der Wärmestrahlung, dann verhält es sich nach anderen Regeln und strahlt Energie nicht mehr effizient ab, wie ein Forschungsteam der TU Wien nun nachweisen konnte. Contact: Florian Aigner Public Release: 10-Jul-2013
Wirtschaftskrise senkt Geburtenraten Die Wirtschaftskrise hat im letzten Jahrzehnt messbar die Geburtenraten in Europa gedrückt. Im Durchschnitt von 28 europäischen Ländern blieb die Kinderzahl pro Frau umso stärker hinter dem ohne Krise zu erwartenden Trend zurück, je höher die Arbeitslosenquote anstieg. Das ergibt eine Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock, die Michaela Kreyenfeld, Joshua Goldstein und Aiva Jasilioniene vom Rostocker Max-Planck-Institut zusammen mit Deniz Karaman Örsal von der Leuphana Universität Lüneburg veröffentlicht haben. Contact: Michaela Kreyenfeld Public Release: 9-Jul-2013
Großer Name für einen kleinen Wurm Eine ungewöhnliche postume Ehre für den Physiker Max Planck: Tübinger Biologen um Professor Ralf J. Sommer haben einen neu entdeckten Fadenwurm nach dem deutschen Nobelpreisträger benannt. Contact: Nadja Winter Public Release: 8-Jul-2013
Moleküle in ihrer ursprünglichsten Form messen Mit einer speziellen Elektronenstrahlapparatur können Chemiker der Universität Bielefeld herausfinden, wie gasförmige Moleküle präzise dreidimensional aufgebaut sind. Dafür analysiert das Forschungsteam um Professor Dr. Norbert Mitzel die Moleküle in ihrem Gaszustand. Die Universität Bielefeld hat als einzige Einrichtung in der Europäischen Union eine Anlage, die für solche Gasphasenanalysen geeignet ist. Contact: Dr. Norbert W. Mitzel Public Release: 8-Jul-2013
Quantenverschränkung detektiert einzelne Photonen Eine extrem empfindliche Methode für die Spektroskopie atomarer und molekularer Ionen haben Innsbrucker Quantenphysiker um Christian Roos und Cornelius Hempel im Labor realisiert. Das Verfahren ist dazu geeignet eine Vielzahl von Teilchen näher zu untersuchen. Die Forscher berichten darüber in der Fachzeitschrift Nature Photonics. Contact: Cornelius Hempel Public Release: 4-Jul-2013
Wissenschaftler der Saar-Uni machen die Struktur einer unterkühlten Flüssigkeit sichtbar Werden flüssige Metallgemische langsam abgekühlt, so entsteht vor ihrem Übergang in die feste Phase eine Flüssigkeit mit gleicher Konzentration, aber stärker geordneter Struktur. Diese Struktur haben Materialwissenschaftler der Universität des Saarlandes in einem gemeinsamen Projekt mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und dem Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden nun erstmals nachgewiesen. Sie brachten dazu am Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY in Hamburg Metalltröpfchen in die Schwebe und durchstrahlten sie beim Abkühlen mit einer der stärksten Röntgenquellen der Welt. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Die Forschungsergebnisse wurden jetzt in „Nature Communications" veröffentlicht. Contact: Dr. Ralf Busch Public Release: 3-Jul-2013
Türöffner für Metastasen Bösartige Tumoren streuen oftmals in entfernte Bereiche des Körpers. Diese Bildung von Metastasen läuft in den meisten Fällen über das Blutgefäßsystem. Blutplättchen werden dabei zum wichtigen Helfer der Tumorzellen, um in neue Organe vorzudringen. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim haben auf den Zellen der Blutgefäßwand das Rezeptormolekül P2Y2 identifiziert, das den Krebszellen den Weg in die Organe öffnet. Ziel ist es nun, durch die gezielte Blockade der Schlüsselmoleküle die Bildung von Metastasen zu unterdrücken. Contact: Dr. Stefan Offermanns Public Release: 28-Jun-2013
Universität Bielefeld wird Europas Knotenpunkt für Daten des menschlichen Erbguts Seit 2001 ist das menschliche Erbgut über das Internet abrufbar -- über den „UCSC Genome Browser". Die University of California in Santa Cruz, USA, betreibt die Internetseite, die von Genetikern, Molekularbiologen und Medizinern weltweit intensiv genutzt wird, um an dem Genom zu forschen. Doch die Datenverbindung über den Atlantik kommt wegen der starken Nachfrage an ihre Grenzen. Zur Entlastung wird nun ein Rechner in Europa aufgestellt, der ein Abbild des Genome Browsers ins Internet einspeist. Der Auftrag dafür ging an die Universität Bielefeld. Ab Ende Juni betreibt sie den europäischen Knotenpunkt des Genom-Servers. Der Server wurde von Technikern der University of California angeschlossen und ist am 26. Juni gestartet worden. Contact: Dr. Jens Stoye Public Release: 27-Jun-2013
Solarzellen beim Wachsen zusehen Erstmals ist es Wissenschaftlern um Dr. Roland Mainz und Dr. Christian Kaufmann am HZB gelungen, das Wachstum von hocheffizienten Chalkopyrit-Dünnschichtsolarzellen in Echtzeit zu beobachten und zu untersuchen, wie sich Defekte und Fehlstellen bilden und auflösen, die den Wirkungsgrad mindern können. Sie haben dafür eine Messkammer am Berliner Elektronenspeicherring BESSY II entwickelt, in der sie verschiedene Messmethoden kombinieren können. Ihre Ergebnisse zeigen, in welchen Stadien das Wachstum beschleunigt werden könnte und wann mehr Zeit wichtig ist, um Defekte zu reduzieren. Die Arbeit wurde nun in den Advanced Energy Materials online veröffentlicht. Contact: Dr. Roland Mainz Public Release: 25-Jun-2013
Hunger beeinflusst Entscheidungen und Risikoempfinden Hungrige Menschen sind häufig eher schwierige Zeitgenossen. Ein reichhaltiges Essen kann sich nicht nur auf die Stimmung, sondern auch auf unsere Risikobereitschaft auswirken. Auch im Tierreich ist dieses Phänomen für die verschiedensten Tierarten bekannt. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried bei München haben nun in der Fruchtfliege Drosophila gezeigt, dass Hunger nicht nur das Verhalten, sondern auch die Verarbeitungswege im Gehirn verändert. Contact: Dr. Stefanie Merker Public Release: 25-Jun-2013
Problemlösen lenkt die Verarbeitung von Sinneseindrücken Verschiedene Hirnareale verarbeiten unsere Sinneseindrücke. Wie diese Areale der Grosshirnrinde miteinander kommunizieren und sensorische Informationen verarbeiten, beschäftigt die Neurowissenschaft seit Langem. Nun zeigen Hirnforscher der Universität Zürich anhand des Tastsinnes von Mäusen: Die Weiterleitung sensorischer Informationen von einem Areal an verbundene Areale hängt ab von der Aufgabenstellung und einem zielgerichteten Verhalten. Diese Erkenntnisse sind wichtig als Grundlage für das bessere Verständnis von kognitiven Störungen. Contact: Fritjof Helmchen Public Release: 24-Jun-2013
Präzise Dickenmessung weicher Materialien mit Tastschnittgeräten Forscher der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt sorgen dafür, dass Industriebetriebe, die die Dicke weicher Polymer-Schichten auf harten Substraten messen, ihre Messergebnisse durch eine Formel korrigieren können. Contact: Dr. Uwe Brand Public Release: 21-Jun-2013
Grüne Welle auf der Landstraße spart Zeit und Sprit Einen homogeneren Verkehrsfluss und kürzere Fahrtzeiten auf Landstraßen erzielt ein Projekt der Technischen Universität München (TUM), der BMW Group, der TRANSVER GmbH und der Obersten Baubehörde im Bayerischen Innenministerium. Verbesserte Ampelschaltungen und ein Fahrerinformationssystem reduzieren die Fahrtzeiten auf zwei Teststrecken im Norden Münchens und südöstlich von Regensburg um bis zu 20 Prozent. Contact: Dr. Andreas Battenberg Public Release: 20-Jun-2013
Chlamydien begünstigen Entstehung von Mutationen Krebs ist nicht nur eine Frage der Veranlagung oder von schädlichen Umwelteinflüssen, er kann sogar ansteckend sein. Neben verschiedenen Viren kann auch das Magenbakterium Helicobacter pylori Krebs auslösen. Wissenschaftler vermuten jedoch, dass Helicobacter nur die Spitze des Eisbergs ist. Insbesondere Chlamydien, chronisch infektiöse Bakterien, stehen im Verdacht, an der Entstehung von Eierstockkrebs beteiligt zu sein. Forscher des Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin haben nun einen weiteren Hinweis darauf gefunden, dass Chlamydien Krebs auslösen könnten. Contact: Dr. Rike Zietlow Public Release: 20-Jun-2013
Vernetzte Autos machen Verkehr sicherer und effizienter Fahrzeuge und Infrastruktur, die sich austauschen und die Fahrer über Gefahren und Verkehrslage informieren, machen den Verkehr sicherer und effizienter. Diesen Nachweis hat einer der größten Feldversuche zur sogenannten Car-to-X-Kommunikation erbracht. Unternehmen, Forschungsinstitute und öffentliche Einrichtungen testeten das gemeinsam entwickelte System simTD mit 500 Versuchsfahrern im laufenden Verkehr. Wissenschaftler der Technischen Universität München simulierten, wie sich der Verkehr entwickeln würde, wenn alle Fahrzeuge mit der Technik ausgestattet wären. Contact: Silja Hoffmann Public Release: 20-Jun-2013
Aufnahmen vom Gehirn in bisher unerreichter Qualität Das dreidimensionale Hirnmodell „BigBrain" gewährt tiefe Einblicke in die menschliche Schaltzentrale. Erstmals ist es nun möglich, in allen drei Ebenen des Raums die komplizierte Struktur des Gehirns auf mikroskopischer Ebene zu sehen und zu verstehen. Einblicke mit einer Auflösung von 20 Mikrometern -- das entspricht etwa der Größe einer Nervenzelle oder weniger als der Hälfte eines Haardurchmessers – machen dies möglich. Fünf Jahre haben Jülicher Forscher um die Neurowissenschaftlerin Prof. Dr. Katrin Amunts gemeinsam mit Kollegen aus Montreal (Kanada) an dem frei zugänglichen Modell gearbeitet. Die Erkenntnisse wurden heute in der renommierten Fachzeitschrift „Science" vorgestellt. Contact: Dr. Barbara Schunk Public Release: 19-Jun-2013
Der Rhythmus des arktischen Sommers Die innere circadiane Uhr reguliert bei Mensch und Tier tagtägliche Lebensvorgänge und wird von äußeren Faktoren synchronisiert, den sogenannten Zeitgebern. Der wichtigste Zeitgeber ist dabei der Licht/Dunkelzyklus, der in extremen Lebensräumen wie der Arktis während des Polarsommers nur eine schwache Wirksamkeit besitzt. Ein Team aus Forschern vom Max-Planck-Institut für Ornithologie aus Seewiesen und Radolfzell hat bei vier Zugvogelarten in Alaska mithilfe von Mini-Sendern verschiedenartigste Aktivitätsmuster entdeckt, die durch unterschiedliche Paarungssysteme und Lebensweisen erklärt werden können. Die Studie zeigt, daß tagesrhythmisches Verhalten an die jeweiligen Umweltbedingungen angepaßt werden kann. Das circadiane System ist also bemerkenswert plastisch. Contact: Dr. Bart Kempenaers Public Release: 18-Jun-2013
Städter oder Landei Stadtmenschen gelten gemeinhin als offener gegenüber neuen Entwicklungen als Menschen auf dem Land. Bei Tieren, die Städte erfolgreich besiedelt haben, scheint das Stadtleben ebenso den Charakter zu verändern. Forscher des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Radolfzell konnten nun mit handaufgezogenen Stadt- und Waldamseln zeigen, dass Stadtamseln weniger neugierig gegenüber fremden Gegenständen sind als ihre Artgenossen vom Land. Sie lassen sich von unbekannten Reizen zudem stärker abschrecken. Contact: Dr. Jesko Partecke
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