EurekAlert! auf Deutsch

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Public Release: 23-Oct-2013

Meisterschüler beim Gesangskopieren

Max-Planck-Gesellschaft

Die meisten Singvögel erlernen ihren Gesang in früher Jugend von einem erwachsenen Vorbild, meist vom Vater. Dabei gibt es große Unterschiede in der Genauigkeit, mit der die Gesänge kopiert werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen haben jetzt bei jungen Zebrafinken einen Mechanismus entdeckt, der für Unterschiede im Gesangslernen verantwortlich ist. Durch die Gabe des Nervenwachstumsfaktors BDNF in das Gesangskontrollzentrum des Gehirns konnten sie die Lernfähigkeit bei jungen Männchen so weit steigern, dass sie den väterlichen Gesang so gut kopierten wie normalerweise die Klassenbesten in einem Zebrafinkennest.

Journal
European Journal of Neuroscience
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Public Release: 23-Oct-2013

Langzeitgedächtnis hilft Schimpansen bei der Futtersuche

Max-Planck-Gesellschaft

Wohin begeben sich Schimpansen, deren Lieblingsobstbaum leer gefressen ist, wenn sie nicht wissen, welche anderen Bäume bereits Früchte tragen? Ein internationales Forscherteam vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig hat untersucht, warum Schimpansen auf der Suche nach Früchten ganz bestimmte Bäume im Regenwald ansteuern und wie sie besonders ertragreiche Bäume finden. Die Wissenschaftler haben festgestellt, dass Schimpansen dafür ihr Langzeitgedächtnis nutzen: Sie merken sich über eine Dauer von mindestens zwei Monaten die Größe und geografische Lage bestimmter Bäume, von denen sie bereits in einer vergangenen Saison Früchte genascht haben.

Journal
Animal Behaviour
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Public Release: 23-Oct-2013

Klimaschutz ist den Menschen nicht viel wert

Max-Planck-Gesellschaft

Menschen sind schlecht darin, gemeinsame Risiken in den Griff zu bekommen. Der Klimawandel ist ein gutes Beispiel dafür: Die jährlichen Klimagipfel haben bislang nicht zu konkreten Maßnahmen geführt. Grund dafür ist, dass Menschen eine sofortige materielle Belohnung als wertvoller ansehen als Investitionen in die Lebensqualität der Zukunft. Kooperatives Verhalten beim Klimaschutz muss deshalb stärker mit kurzfristigen Anreizen wie Belohnung oder gutem Ansehen verknüpft werden.

Journal
Nature Climate Change
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Public Release: 23-Oct-2013

Die genetische Uhr der Mäusebussarde

Bielefeld University

Ob Winterschlaf oder die Pendelflüge von Zugvögeln: Tierische Verhaltensweisen, die dem Jahresrhythmus unterliegen, werden durch eine genetische Uhr gesteuert. Das ist seit längerem bekannt. Inwieweit Gene beim Stellen dieser inneren Uhr eine Rolle spielen -- das ist in den meisten Fällen noch unklar. Das galt bislang auch für den Mäusebussard und seine Abwanderung aus dem elterlichen Brutrevier. Die Verhaltensforscherinnen und -forscher aus dem Team um Professor Dr. Oliver Krüger von der Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld haben jetzt bewiesen, dass eine genetische Uhr bestimmt, wann junge Mäusebussarde das Territorium ihrer Eltern verlassen. Der Schlüssel zu diesen Daten waren Beobachtungen aus der Bevölkerung, die markierte Bussarde an die Forscher gemeldet haben. Die Forscherinnen und Forscher haben ihre Studie jetzt in dem Fachjournal „Molecular Ecology" veröffentlicht.

Journal
Molecular Ecology
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Public Release: 22-Oct-2013

Klimaveränderungen beeinflussen das mikrobielle Leben unter dem Meeresboden

Max-Planck-Gesellschaft

Klimaveränderungen in den letzten hunderttausend Jahren haben das mikrobielle Ökosystem unter dem Meeresboden beeinflusst. Das belegen neu entdeckte Spuren in Meeressedimenten vor der Küste von Peru, wie Forscher vom Bremer Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie und ihre Kollegen jetzt in der amerikanischen Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences berichten.

Journal
Proceedings of the National Academy of Sciences
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Public Release: 21-Oct-2013

Westafrikanische Fledermäuse -- kein Paradies für Malaria-Erreger

Max-Planck-Gesellschaft

Fledermäuse machen in Europa in der Regel als gefährdete Arten von sich Reden, die vor allem durch den Verlust ihres Lebensraums bedroht sind. In den letzten Jahren sind Fledermäuse aber auch immer mehr in den Fokus von Infektionsmedizinern gerückt. Sie beherbergen nämlich erstaunlich viele Krankheitserreger, von denen einige auch dem Menschen gefährlich werden können. Forscher des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie und dem Museum für Naturkunde in Berlin sowie dem American Museum of Natural History haben nun in westafrikanischen Fledermäusen vier Gattungen von Parasiten identifiziert, die mit dem Malaria-Erreger eng verwandt sind. Darunter sind Erreger der Gattung Plasmodium, aus der auch die Arten stammen, die beim Menschen Malaria hervorrufen. Die Fledermaus-Plasmodien sind denen von Nagetieren sehr ähnlich und könnten deshalb dabei helfen, die Verteidigungsstrategien der Malaria-Erreger gegen Reaktionen des Immunsystems zu erforschen.

Journal
Proceedings of the National Academy of Sciences
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Public Release: 21-Oct-2013

Die Bauteilsauberkeit im Blick

Fraunhofer-Gesellschaft

In Branchen wie der Automobilindustrie gelten strengste Sauberkeitsrichtlinien für Bauteile. Allerdings lässt sich der Teilereinigungsprozess bislang nur unzureichend überwachen. Fraunhofer-Forscher haben ein sensorbasiertes Messsystem entwickelt, das direkt in die Reinigungsanlage integriert wird und dort Partikel in der Reinigungsflüssigkeit erfasst und auswertet. Ihre mittlerweile marktreife Entwicklung präsentieren die Forscher auf der diesjährigen parts2clean.

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Public Release: 21-Oct-2013

Ein Labor für alle (Reinigungs-)Fälle

Fraunhofer-Gesellschaft

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA stellt von 22. bis 24. Oktober 2013 auf der parts2clean in Stuttgart ein neues Labor für die industrielle Reinigung vor. Im »CleanLab 2020« können erstmals Schmutzpartikel von Bauteilen, Oberflächen und Flüssigkeiten unterschiedlichster Branchen analysiert werden -- von der Nano- bis zur Mikrogröße. Gleichzeitig lassen sich in einem durchgängigen Reinraum Bauteile reinigen sowie Verunreinigungen extrahieren und untersuchen.

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Public Release: 21-Oct-2013

Potenzial von Stroh im Energiemix bisher unterschätzt

Helmholtz Centre for Environmental Research - UFZ

Stroh aus der Landwirtschaft könnte im zukünftigen Energiemix Deutschlands eine wichtige Rolle spielen. Bisher wird es von allen Bioreststoffen noch am wenigsten genutzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft, des Deutschen Biomasseforschungszentrums und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung. Demnach könnten von den insgesamt 30 Millionen Tonnen Stroh, die jährlich in Deutschland anfallen, zwischen 8 und 13 Millionen Tonnen nachhaltig zur Strom- oder Kraftstoffproduktion genutzt werden. Mit diesem Potenzial könnte man zum Beispiel 1,7 bis 2,8 Millionen Durchschnittshaushalte mit Strom und gleichzeitig 2,8 bis 4,5 Millionen Haushalte mit Wärme versorgen. Diese Ergebnisse unterstreichen den möglichen Beitrag von Stroh innerhalb der erneuerbaren Energieträger, schreiben die Wissenschaftler im Fachjournal Applied Energy.

Journal
Applied Energy
Funder
German Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety
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Public Release: 21-Oct-2013

Bielefelder iGEM-Team gewinnt europäischen Vorentscheid

Bielefeld University

Das iGEM-Team der Universität Bielefeld hat am vergangenen Wochenende den europäischen Vorentscheid des internationalen iGEM-Wettbewerbs gewonnen. Mit der von ihnen entwickelten Biobatterie, die Bakterien zur unmittelbaren Energieerzeugung nutzt, überzeugten sie die Jury und wurden als bestes europäisches Team ausgezeichnet. „Mit diesem Gesamtsieg haben wir überhaupt nicht gerechnet", sagt Lukas Rositzka, eines der Teammitglieder. „Die Überraschung war groß und die Freude noch größer." iGEM bedeutet „International Genetically Engineered Machine competition" und ist der bedeutendste studentische Wettbewerb der synthetischen Biologie. Seit 2004 wird er jährlich am Massachusetts Institute of Technology in Boston, USA, ausgerichtet.

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