[ Back to EurekAlert! ] Public release date: 9-Jan-2012
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Contact: Dr. Thomas E. Hunt
thunt2@unl.edu
402-584-3863
Entomological Society of America

Wissenschaftler weisen Behauptungen von Greenpeace bezüglich Gentech-Mais zurück

Diese Pressemitteilung ist verfügbar auf Englisch.

In "Genetically Engineered Bt Corn and Range Expansion of the Western Bean Cutworm (Lepidoptera: Noctuidae) in the United States: A Response to Greenpeace Germany," (korrespondierender Autor William Hutchinson, Professor und Direktor des Entomologie-Departments an der Minnesota University) und seine Ko-Autoren halten fest, dass der Greenpeace Bericht zusätzliche Faktoren in breiterer ökologischer und agronomischer Sicht vermissen lässt, die die Ausbreitung des Cutworms erklären. Dieses zusätzlichen Faktoren umfassen auch die Biologie des Schädlings, die Synchronisierung von Schädlings- und Mais-Entwicklung, reduzierten Inektizid-Verbrauch, Reduktion des Pflügens, Bodentypen, Einsatz herbizid-toleranter Sorten, Insektengenetik, Insekten-Pathogene, voraus existierende Insekten-Populationsdichte und Klimawandel.

Die JIPM-Autoren beleuchten mehrere faktische Widersprüche und Falschinterpretationen im Dokument von Greenpeace, die schon bei der Titelwahl beginnen: „Gentechnisch veränderter Mais fördert Ausbreitung von Schädlingen."

Entgegen den Behauptungen von Greenpeace ist der Western Bean Cutworm (WBC) weder „neu im Gebiet", noch hat er neulich „massive Schäden" verursacht. Der WBC wurde erstmals in Arizona um 1880 gefunden und als ernstzunehmender Schädling bereits 1915 erkannt. Über die letzten drei Jahrzehnte hat sich sein Vorkommen erweitert, aber der ökonomisch dokumentierte Infektions-Schaden hielt sich verhältnismässig in Grenzen. Die Bahauptung von Greenpeace, dass der WBC früher auf kleine Gebiete begrenzt war und keine grösseren Probleme in Maiskulturen verursachte, ist auch nicht wahr nach den Autoren. Bauern in Nebraska berichteten von grossen Problemen bereits ab 1962 und anstelle der „auf kleine Gebiete limitierten" Vorkommen war der WBC durch die ganzen Western Great Plains von Mexico bis nach Alberte verbreitet, wo es bereits mitte der 50er Jahre gefunden wurde, trotz der Greenpeace – Behauptung, dass der WBC in Kanada erst kürzlich erstmals um 2009 festgestellt wurde.

Merkwürdig ist nach den Autoren, wie Then im ganzen Greenpeace Bericht 2010 andere Einflussfaktoren der Ausbreitung des WBC einfach weglässt, inklusive mehrerer ökologischer und agronomischer Faktoren. So zum Beispiel hat der steigende Einsatz von Conservation Tilling seit Mitte der Neunziger Jahre die winterliche Boden-Überlebensrate des WBC begünstigt wegen dem weniger tiefgehenden Pflügen. Andere Ursachen der Ausbreitung liegen in der Reduktion oder sogar Elimination von Insektizid-Anwendungen im letzten Jahrzehnt, resultierend in höheren Überlebensraten. Auch andere Ausbreitungs-Ursachen wie Klimawandel wurden im Greenpeace – Testbiotech - Bericht ignoriert.

Um zu vermeiden, dass "potentielle Fehlinterpretationen durch selektive Zitate" aus dem Greenpeace – Bericht zu Verwirrung under zukünftigen Regulierungsexperten in ihren Entscheidungen führen könnten, geben die Autoren spezifische Antworten auf andere Behauptungen im Greenpeace – Bericht.

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Diese Antworten, und die vollständige IIPM-Publikation können heruntergeladen werden: http://www.entsoc.org/PDF/2012/JIPM-Greenpeace.pdf.

Das Journal of Integrated Pest Management ist ein elektronisch offen zugängliches Journal mit externer Peer review, das das ganze Gebiet des Integralen Pest-Management abdeckt. Es ist das Organ der Entomological Society of America, der grössen solchen Organisation, die sich um die professionellen und wissenschatlichen Bedürfnisse der Entomologen und Vertreter ähnlicher Gebiete kümmert.

Presse-Anfragen sollten gerichtet werden an:

Dr. William D. Hutchison, PhD
University of Minnesota
612-624-1299; hutch002@umn.edu

Dr. Thomas E. Hunt
University of Nebraska
402-584-3863; thunt2@unl.edu

Dr. Gary L. Hein
University of Nebraska-Lincoln
402-472-3345; ghein1@unl.edu



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