Public Release:  Sprung auf die Insel

Fraunhofer-Gesellschaft

Diese Pressemitteilung ist verfügbar auf Englisch.

Jetzt kann's losgehen: Erst vor wenigen Wochen wurde Fraunhofer UK Research Limited, die jüngste Auslandstochter der Fraunhofer-Gesellschaft, gegründet. Zum 1. September begann nun die Arbeit im ersten Forschungs-Zentrum - dem Fraunhofer Centre for Applied Photonics in Glasgow.

Das erste Fraunhofer-Zentrum unter dem Dach der neuen Fraunhofer-Tochter im Vereinigten Königreich befindet sich in Glasgow. Forscher vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF in Freiburg kooperieren dort mit Wissenschaftlern der renommierten Strathclyde University.

Photonik ist im Vereinigten Königreich schon lange ein wichtiges Thema. Die Branche ist nach Deutschland die zweitgrößte Europas. Allein in Schottland haben über 80 Hersteller laserbasierter Produkte ihren Sitz, und die Forscher an der Strathclyde Universität sind international anerkannte Experten auf dem Gebiet der Photonik. Die Exzellenz vor Ort und die Industrienähe der Forschung ergeben für Fraunhofer ein attraktives Umfeld. Schon seit längerem kooperieren Fraunhofer-Institute mit den Experten in Schottland. »Wir sind sehr froh darüber, künftig noch enger mit der Strathclyde University zusammenarbeiten zu können«, erklärt Fraunhofer-Vorstand Prof. Ulrich Buller. »Die Universität beziehungsweise das Institut für Photonics und andere Forschungsgruppen haben eine exzellente Reputation, wenn es um Industriekontakte im Allgemeinen und Photonikforschung im Speziellen geht.« Professor Jim McDonald, Principal der University of Strathclyde, ergänzt: »Es ist bezeichnend, dass das erste Fraunhofer Center in UK Lasern gewidmet ist, einer Industrie, die in Schottland seit Jahrzehnten prosperiert«.

Sobald der Neubau der Universität, das Technology und Innovation Centre, fertiggestellt ist, wird Fraunhofer dort zusammen mit Forschergruppen der Universität und der Industrie beheimatet sein. Noch ist das britische Fraunhofer-Team klein. Doch innerhalb der nächsten vier Jahre ist ein Ausbau auf 75 Beschäftigte geplant. Das Centre soll mit den besten britischen Forschungsgruppen zusammenarbeiten und Lösungen für Auftraggeber aus der Industrie entwickeln. Zu Beginn wird vor allem die Entwicklung innovativer Infrarot-Laserquellen für optische Sensoren im Vordergrund stehen, die z.B. in der Umwelt- und Prozessmesstechnik sowie in der Medizin helfen werden wichtige anstehende Probleme zu lösen. Auch soll die neue Fraunhofer-Einrichtung Kontaktstelle werden für andere Institute der Fraunhofer-Gesellschaft, die den Sprung auf die Insel wagen wollen.

Das internationale Netzwerk der Fraunhofer-Gesellschaft, das derzeit aus 60 Instituten in Deutschland sowie Töchtern in USA, Italien, Portugal, Österreich und Chile besteht, wächst damit weiter an. Unter dem Dach der neuen Fraunhofer UK Research Ltd können in den nächsten Jahren weitere Centre entstehen.

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