Public Release:  China-Reise mit wichtigen Impulsen für Forschungskooperationen

Wissenschaftspolitische Gespräche von DFG-Präsident Strohschneider und Generalsekretärin Dzwonnek in Beijing / Neuer Sonderfonds für bilaterale Graduiertenkollegs angekündigt

Deutsche Forschungsgemeinschaft

Diese Pressemitteilung ist verfügbar auf Englisch.

Ganz im Zeichen traditionell guter Beziehungen und künftiger weiterer Kooperationen stand jetzt eine einwöchige Reise der Spitze der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) nach China. In Beijing führten DFG-Präsident Professor Dr. Peter Strohschneider und Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek eine Reihe von wissenschaftspolitischen Gesprächen mit den Spitzenrepräsentanten chinesischer Partnerorganisationen und hochrangigen Vertretern aus der Wissenschaftspolitik. Der Besuch fand statt in einer Phase des besonders intensiven Austauschs zwischen der Bundesrepublik Deutschland und China auf verschiedenen Ebenen des politischen, ökonomischen und wissenschaftlichen Lebens, der zuletzt auch im Besuch des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang in Deutschland seinen Ausdruck fand.

Für DFG-Präsident Strohschneider war der Besuch in China die erste größere Auslandsreise nach seinem Amtsantritt im Januar dieses Jahres - und damit ein weiterer Beleg für die besondere Bedeutung, die Deutschlands zentrale Selbstverwaltungsorganisation für die Forschung der Zusammenarbeit mit China beimisst. Die DFG betreibt in Beijing zusammen mit ihrer Partnerorganisation National Natural Science Foundation of China (NSFC) das Chinesisch-Deutsche Zentrum für Wissenschaftsförderung (CDZ), das 2000 als erste Auslandsrepräsentanz der DFG eröffnet wurde und seitdem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus China und Deutschland insbesondere durch intensive Beratung und bilaterale Symposien bei der Initiierung gemeinsamer Forschungsprojekte unterstützt.

Während des aktuellen Besuchs stand nun ein erster Austausch mit dem ebenfalls seit diesem Jahr amtierenden NSFC-Präsidenten Professor Yang Wei auf dem Programm. Der Ingenieurwissenschaftler war zuvor sieben Jahre Präsident der renommierten Zhejiang Universität und ist ein exzellenter Kenner der chinesischen Hochschullandschaft. Auch mit dem neuen Vizepräsidenten der NSFC und Vorsitzenden der Gemeinsamen Kommission des CDZ, Professor Liu Congqiang, traf der Präsident zusammen. Weitere Gespräche fanden mit den Leitungen der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) und der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften (CASS) statt. Der Präsident der CAS, Professor Bai Chunli, hatte erst Ende Mai gemeinsam mit Strohschneider am zweiten Jahrestreffen des Global Research Council (GRC) in Berlin teilgenommen. Mit der CASS verbindet die DFG eine über 30-jährige vertragliche Beziehung. Strohschneider nutzte seinen Besuch in Beijing, um den Gesprächsfaden mit Vizepräsident Professor Li Yang und weiteren Akademievertretern wieder aufzunehmen.

Wissenschaftspolitischer Höhepunkt der Reise war ein Besuch beim Ministry of Science and Technology (MOST) und ein Treffen mit dem chinesischen Forschungsminister Professor Wan Gang, der erst kurz zuvor von seiner Deutschlandreise in der Delegation von Ministerpräsident Li Keqiang nach Beijing zurückgekehrt war. Wan Gang, der in Deutschland an der TU Clausthal promoviert wurde, ist ein engagierter Fürsprecher intensiver deutsch-chinesischer Wissenschaftskooperationen; durch seinen langjährigen Deutschlandaufenthalt verfügt er über exzellente Kenntnisse beider Forschungssysteme und zudem über vielfältige Kontakte auch in die Wirtschaft.

Über die Pflege der bestehenden Beziehungen hinaus diente die Reise auch der weiteren Verbesserung konkreter Fördermöglichkeiten für Gemeinschaftsprojekte in der Wissenschaft. Bei Strohschneiders Besuchs des chinesischen Bildungsministeriums (MoE) kündigte Vizeminister Hao Ping an, zukünftig einen Sonderfonds für die Finanzierung von deutsch-chinesischen Graduiertenkollegs einzurichten. Bisher fördert die DFG drei bilaterale Graduiertenkollegs gemeinsam mit dem MoE. Der Sonderfonds schafft nun die zuverlässigen Rahmenbedingungen für die Einrichtung weiterer deutsch-chinesischer Graduiertenkollegs, dem wichtigsten Instrument der DFG zur Förderung des deutsch-chinesischen wissenschaftlichen Nachwuchses. Mit dem chinesischen Bildungsministerium ist die DFG bereits seit über 30 Jahren durch ein Abkommen verbunden, das nun durch eine erweiterte Vereinbarung ersetzt wird, die beim nächsten Spitzentreffen unterzeichnet werden soll.

Am Ende der Reise zeigte sich der DFG-Vorstand sehr zufrieden mit dem Verlauf und den Ergebnissen. „Besonders beeindruckt hat mich die überaus vertrauensvolle Atmosphäre, in der alle unsere Treffen und Gespräche stattfanden", so Strohschneider.

###

Weiterführende Informationen

Medienkontakt:
Marco Finetti, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG, Tel. +49 228 885-2230, Marco.Finetti@dfg.de

Ansprechpartnerin in der DFG-Geschäftsstelle zur deutsch-chinesischen Zusammenarbeit:
Dr. Ingrid Krüßmann, Direktorin in der Gruppe Internationale Zusammenarbeit, Bereich Ostasien und Südasien, Tel. +49 228 885-2786, Ingrid.Kruessmann@dfg.de

Ansprechpartner am Chinesisch-Deutschen Zentrum für Wissenschaftsförderung (CDZ) in Beijing:
Dr. Heike Strelen, Direktorin, Tel. +49 228 885-4800, Heike.Strelen@dfg.de
Zhao Miaogen, Vizedirektor, Tel. +49 228 885-4801, Miaogen.Zhao@dfg.de

Disclaimer: AAAS and EurekAlert! are not responsible for the accuracy of news releases posted to EurekAlert! by contributing institutions or for the use of any information through the EurekAlert system.