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Wie funktioniert diese Diät? Professor Astrup und Kollegen erklären, dass bei einer stark eingeschränkten Aufnahme von Kohlenhydraten die Glykogen-Speicher und daran gebundenes Wasser aufgebraucht werden; daher besteht die Gewichtsreduktion vornehmlich aus einem Wasserverlust.
Radioaktive Absorptionsstudien konnten jedoch keinen deutlichen Verlust der "Lean body mass" (Körpergewicht abzüglich des Fettanteils) feststellen, was darauf schließen ließe, dass die Gewichtsabnahme auf einen Verlust von Fett zurückzuführen wäre. Die Atkins-Bücher behaupten, dass der Gewichtsverlust auf einem erhöhten Energieverbrauch beruht, während Professor Astrup und Kollegen vorschlagen, dass es an einer Restringierung der Nahrungsauswahl liegen könnte und an der Tatsache, dass Protein einen stärkeren sättigenden Effekt aufweist, als Fett und Kohlenhydrate.
Ist die Diät sicher? Einige kardiovaskuläre Risikofaktoren verbesserten sich bei Personen unter der kohlenhydratarmen Diät, doch eine begrenzte Aufnahme von Vollkornbrot und Getreide, Früchten und Gemüse stellt keine ausgewogene Ernährung dar. Die Abwesenheit dieser Nahrungsgruppen könnte das Risiko für Krebs oder kardiovaskuläre Erkrankungen erhöhen. Der Kohlenhydratgehalt dieser Diät liegt unter dem Minimum, das der Körper benötigt, um Gehirn und Muskeln mit Zucker zu versorgen. Personen, die sich der Atkins-Diät unterzogen, litten deutlich häufiger an Muskelkrämpfen, Durchfall, generellen Schwächeanfällen und Hautausschlägen als Personen unter der empfohlenen fettarmen Diät. Professor Astrup und Kollegen schließen daraus, dass längere Studien nötig sind (bis zu zwei Jahre), um die Effizienz des Gewichtsverlustes bei kohlenhydratarmen Diäten zu untersuchen. Sie empfehlen, dass Personen, die Gewicht verlieren und den Verlust auch halten möchten, eine kalorien- und fettreduzierte Diät anzustreben und gleichzeitig ihre physische Aktivität zu erhöhen.
Quelle: Arne Astrup, Thomas Meinert Larsen, Angela Harper . 1. Atkins and other low-carbohydrate diets: hoax or an effective tool for weight loss? . Lancet 2004; 364: 897