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PUBLIC RELEASE DATE: 13-09-2004

Frauengruppen könnten die Sterblichkeit von Neugeborenen in Entwicklungsländern deutlich verringern

Lokale Frauengruppen, die sich mit Themen im Zusammenhang mit Geburt und Kinderpflege befassen, knnten laut Forschern die neonatale Sterblichkeit in armen lndlichen Gegenden um 30 Prozent verringern.

Von den vier Millionen Todesfllen bei Neugeborenen jhrlich treten 98 Prozent in Entwicklungslndern auf. In der Makwanpur-Region in Nepal gebren die meisten Frauen zu Hause, und eine ausgebildete Hilfe bei der Geburt ist nicht blich. Dharma S. Manandhar (Mother and Infant Research Activities, Katmandu, Nepal) und ihre Kollegen fhrten eine Gruppen-randomisierte Studie in 24 drflichen Gemeinden mit ber 28 000 Menschen durch, um in der Hlfte der Flle einzugreifen; die andere Hlfte wurde nur berwacht.

In den Gebieten, in denen eine Intervention stattfand, wurde eine lese- und schreibkundige ortsansssige Frau als Vermittlerin kurz in Gesundheitsfragen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt eingewiesen. Diese Vermittlerinnen hielten monatliche Versammlungen ab, in denen verheiratete Frauen im gebrfhigen Alter Fragen zu Geburtsthemen diskutierten und Plne entwarfen, die angesprochenen Probleme zu lsen. Die Neugeborenen-Sterblichkeitsrate in den von Vermittlerinnen betreuten Gegenden lag bei 26,2 pro 1000 im Vergleich zu 36,9 pro 1000 in den Kontroll-Bezirken. Obwohl die mtterliche Sterblichkeit kein Haupt-Untersuchungspunkt der Studie war, lag sie in den betreuten Gegenden um 80 Prozent niedriger (69 pro 1000 im Vergleich mit 341 pro 1000). Frauen in den betreuten Regionen erhielten eher nachgeburtliche Versorgung, brachten ihre Kinder eher in einer Gesundheitseinrichtung mit Hilfe einer geschulten Kraft zur Welt und wandten hygienische Pflegemethoden an.

Die Autoren schlieen: "Eine bedarfsgerechte Intervention kann zu einer starken Reduktion der neonatalen und maternalen Sterblichkeit in armen und abgelegenen Gemeinden fhren. Dieser Ansatz eine ortsansssige Frau zur Leitung von Frauengruppen einzusetzen ist eine potenziell akzeptable, ausbaufhige, zukunftsfhige und kosteneffektive Manahme fr die Volksgesundheit."

In einem Begleitkommentar diskutieren Ardythe Morrow und Adekunle Dawodu (Childrens Hospital Medical Center, Cincinnati, USA), dass Eingriffe wie dieser helfen knnten, das Millennium Development Goal zur Reduktion der Kindersterblichkeit zu erreichen. "Das Millenium-Ziel fr das berleben von Kindern kann auch wenn das ambitioniert erscheinen mag - mit bekannten Manahmen erreicht werden. Die grundlegendste Bedingung zur Verbesserung des berlebens von Kindern sind Fehler whrend der Geburt.... Was jedoch das Erreichen der Millenium-Ziele betrifft, so ist diese Studie nicht das Ende, sondern ein Teil des Anfangs. "

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Quelle: Dharma S Manandhar, David Osrin, Bhim Prasad Shrestha, Natasha Mesko, Joanna Morrison, Kirti Man Tumbahangphe, Suresh Tamang, Sushma Thapa, Dej Shrestha, Bidur Thapa, Jyoti Raj Shrestha, Angie Wade, Josephine Borghi, Hilary Standing, Madan Manandhar, Anthony M de L Costello, and members of the MIRA Makwanpur trial team. Effect of a participatory intervention with women's groups on birth outcomes in Nepal: cluster-randomised controlled trial. Lancet 2004; 364: 937

http://www.thelancet.com