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PUBLIC RELEASE DATE: 3-Dec-2004

Gedanken zum Thema Wurmkur

300 Millionen Menschen in Entwicklungslndern sind auf Grund von intestinalen Wrmern ernsthaft krank. Eine Behandlung ist kostengnstig und effektiv und wenn sie zusammen mit anderen Gesundheitsmanahmen angeboten wrde, knnte sie ein substanzieller Beitrag zum Erreichen vieler 'Millenium development Goals, (MDGs) sein, so folgert der Leitartikel dieser Ausgabe.

Das Editorial kommentiert: "Die Betroffenen knnen ber Gesundheitsprogramme fr werdende Mtter, Kinder und in Schulen erreicht werden. Spezifische direkte Manahmen bei anderen Risikogruppen, wie zum Beispiel junge heranwachsende Mdchen, sind auch notwendig. Zustzlich zur regulren Behandlung muss die Vermeidung einer bertragung durch Bereitstellung sauberer Wasservorrte, sanitrer Anlagen und einer Werbung fr Hygienemanahmen wie zum Beispiel Hndewaschen, die Benutzung von Toiletten oder einer Ermutigung zum Tragen von Schuhen in Angriff genommen werden."

Entwurmungs-Programme htten einen grundlegenden Einfluss auf die ffentliche Gesundheit in Entwicklungslndern und stehen in direktem Zusammenhang mit den MDGs. Das erste MDG die Ausrottung von extremer Armut und Hunger kann als gutes Beispiel herangezogen werden. "Eine Wurmkur in der Kindheit fhrt zu einer Verbesserung der intellektuellen Entwicklung, die auch im Zusammenhang mit dem Einkommen im Erwachsenenalter steht. Hungernde Kinder sind strker unterernhrt, wenn sie mit Wrmern infiziert sind. Der Einfluss auf die Ziele 2 und 3 universelle Erziehung und Gleichstellung der Geschlechter ist ebenso klar. Eine Investition von nur 3,5 Dollar pro Kind in die Kontrolle von Helminthen fhrt zum Gewinn eines Schuljahres. Einschreibung von Mdchen in die Schule nimmt durch Entwurmungsprogramme zu, ihre Fehlzeiten und Schulbesuchsdauer verbessern sich. Bei ungefhr 562 Millionen Schulkindern in Entwicklungslndern fhren Wurminfektionen zu etwa 200 Millionen verlorenen Jahren bei der Grundschulerziehung."

Der Leitartikel folgert: "Die Hinweise auf substanzielle Vorteile fr die ffentliche Gesundheit und eine Verringerung der weltweiten Zahl der Wurmerkrankungen sind berwltigend. Auerdem sind einfache, effektive, sichere und billige Behandlungen schon verfgbar. Die Herausforderung liegt darin, die Bedrftigen auch zu erreichen. MDG-Ziel 8 die Entwicklung einer weltweiten Entwicklungspartnerschaft knnte hier nicht passender sein. Systematische Lieferung von Wurmmitteln auf nachhaltigen Wegen wird nur mglich sein, wenn Industrie und Geldgeber Medikamente bereitstellen, das Gesundheitssystem und Infrastruktur besteht, um sie auszuliefern und die Politik es schafft, eine solche Partnerschaft zu errichten. Ein Zusage der WHO zusammen mit der 'Comission for Africa' knnte im Hinblick auf das Erreichen von Ziel 8 viel bewirken. Eine Maximierung der potenziellen Verbindungen zwischen Wurmprogrammen und anderen umfassenden Behandlungsprogrammen (wie zum Beispiel gegen Onchozerkose (Flussblindheit), Elephantiasis, Masern, Bindehautentzndung und Malaria) ist ein Weg, eine nachhaltige Entwicklungsstrategie fr arme Menschen aufzubauen. Gedanken ber die Wurmkur hinaus sind fr die Gesundheit der rmsten Menschen der Welt essenziell."

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Quelle: Editorial. Thinking beyond deworming. Lancet 2004; 364: 1993

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