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PUBLIC RELEASE DATE: 23-Oct-2004

Hilfe bei den Entscheidungen um Baby Charlotte und Baby Luke

Das Editorial diskutiert die komplexen Umstnde um die Entscheidung, hochgradig kranken Patienten die medizinische Behandlung vorzuenthalten, wie sie krzlich im Falle der 11 Monate alten Charlotte Wyatt und des 9 Monate alten Luke Winston-Jones in Grobritannien getroffen wurden.

Das Editorial kommentiert: "Das sind seltene Flle. Jeden Tag werden schwierige Entscheidungen darber getroffen, wann eine lebensverlngernde Behandlung zurckzuhalten ist. Gewhnlich treffen Eltern und medizinische Teams mit Hilfe aktueller Richtlinien eine bereinstimmung, die in den Grenzen der Krankenhuser und Elternhuser bleibt, ohne ins Licht der Medien zu rcken. Klar wird aus diesen beiden komplexen, schwierigen und emotional aufwhlenden Fllen, dass eine gerichtliche Lsung angestrebt wurde, weil sich Eltern und das medizinische Team nicht einigen konnten. Aber ist ein Gericht der richtige Ort, um einen solchen Konflikt zu lsen? Vielleicht als letzter Ausweg, doch auf Grund ihrer Natur fordern Gerichte eher eine Konfrontation heraus anstatt Verhandlung. Trotz der Sensibilitt, die Justice Hedley in seinem Schlusspldoyer zeigte, und des Eingestndnisses seiner eigenen Grenzen, werden solche folgenschweren Entscheidungen wohl besser auerhalb von Gerichtsslen getroffen. In den seltenen Fllen, in denen Eltern und rzte zu keiner Einigung kommen, ist ein Schiedsgerichtsverfahren in einem angemesseneren Umfeld als einem Gerichtshof notwendig. Das Nuffield Council of Bioethics hat eine Arbeitsgruppe gegrndet, die Flle um lebensverlngernde Manahmen bei Ften und neugeborenen Kindern untersucht. Hilfe bei der Entscheidungsfindung auerhalb von Gerichtshfen sollte eines ihrer erklrten Ziele sein."

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Quelle: Editorial. Aiding decision making for baby Charlotte and baby Luke. Lancet 2004; 364: 1462

http://www.thelancet.com