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PUBLIC RELEASE DATE: 3-Dec-2004

Keine Langzeitschäden durch wiederholte pränatale Ultraschalluntersuchungen

Einer australischen Studie zufolge sind wiederholte Ultraschalluntersuchungen whrend der Schwangerschaft doch sicher. Vor zehn Jahren hatte eine randomisierte Studie Befrchtungen geweckt: Damals hatten Wissenschaftler bei neugeborenen Kindern, die fnfmal whrend der Schwangerschaft mit Ultraschall untersucht worden waren, Wachstumsprobleme im Vergleich zu Kindern gezeigt, bei denen nur eine Ultraschalluntersuchung gemacht worden war.

Die jetzige Analyse verwendet Daten einer Langzeituntersuchung zum Wachstum und der Entwicklung der Kinder aus der Original-Studie. Krperliche und entwicklungsbezogene Untersuchungen wurden bei Kindern, die ohne erbliche Abnormalitten aus Einlings-Schwangerschaften geboren wurden, im Alter von 1, 2, 3, 5 und 8 Jahren durchgefhrt. So waren Untersuchungsdaten von etwa 2700 Kindern zugnglich; etwa die Hlfte davon war vor der Geburt hufigeren Ultraschalluntersuchungen ausgesetzt gewesen, die andere Hlfte nur einer Untersuchung. Die Krpergre der Kinder war bei beiden Gruppen ab dem Alter von einem Jahr hnlich. Es gab keine signifikanten Unterschiede, die zu einem beliebigen Alter auf schdliche Einflsse hufiger Ultraschalluntersuchungen hinwiesen, wie durch Standard-Tests von Sprechvermgen, Ausdrucksvermgen, Verhalten und neurologischer Entwicklung gezeigt werden konnte.

Forschungsleiter John Newnham von der University of Western Australia am King Edward Memorial Hospital in Perth, Australien kommentiert: "Von der 18. Schwangerschaftswoche an hufigen Ultraschalluntersuchungen ausgesetzt zu sein, knnte einen leichten Effekt auf das Wachstum des Ftus haben, das Wachstum und die weitere Entwicklung sind jedoch hnlich wie bei Kindern von Mttern mit nur einer Ultraschalluntersuchung.

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Quelle: John P Newnham, Dorota A Doherty, Garth E Kendall, Stephen R Zubrick, Louis L Landau, Fiona J Stanley. Effects of repeated prenatal ultrasound examinations on childhood outcome up to 8 years of age: follow-up of a randomised controlled trial. Lancet 2004; 364: 2038

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