Skip to main content
PUBLIC RELEASE DATE: 12-Nov-2004

Lehren aus komplexen Katastrophenereignissen

Diese Woche startet eine neue Serie zur ffentlichen Gesundheit bei komplexen Katastrophenereignissen wie Hungersnten oder Bevlkerungswanderungen auf Grund von Brgerkriegen und damit verknpften Gesundheitsproblemen. Die Autoren des ersten Artikels schlussfolgern, dass im vergangenen Jahrzehnt zwar bereits viel gelernt und verbessert wurde. Eine bessere Koordination der Hilfe leistenden Nichtregierungsorganisationen sei aber entscheidend, um die Mtter- und Kindersterblichkeit weiter zu verringern.

Peter Salama von USAID in Washington kommentiert: "Die internationale Gemeinschaft hat im letzten Jahrzehnt groe Fortschritte darin gemacht, wie sie auf durch komplexe Katastrophenereignisse entstehende Bedrfnisse an medizinischer und Nahrungsmittelversorgung reagiert. Die medizinische Versorgung bei Krankheiten mit akutem epidemischen Potenzial hat sich insbesondere in Camps verbessert. Bessere Behandlungsvorschriften und Produkte haben die Sterblichkeit unterernhrter Kinder deutlich gesenkt. Nun muss sich der Blick wieder auf hauptschliche Todesursachen in Konfliktregionen richten - auerhalb von Camps und oft ber politische Grenzen hinweg. Hier geht es insbesondere um akute Atemwegserkrankungen, Durchfall, Malaria, Masern, neonatale Strungen und Unterernhrung. In den Notfallgebieten Afrikas sdlich der Sahara, besonders Sdafrikas, trgt auch HIV/AIDS entscheidend zu Morbiditt und Mortalitt bei. Eine engere Zusammenarbeit, grere Verantwortlichkeit und bessere strategische Positionierung von Nichtregierungsorganisationen und UN-Agenturen sind entscheidend, um die Krankheitsziffer und Sterblichkeit von Mttern und Kindern in Katastrophengebieten zu senken und so die Ziele des Millennium Development Goal der Vereinten Nationen zu erreichen."

###

Quelle: Peter Salama, Paul Spiegel, Leisel Talley, Ronald Waldman. Lessons learned from complex emergencies over past decade. Lancet 2004; 364: 1801

http://www.thelancet.com