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PUBLIC RELEASE DATE: 17-Sept-2004

Potenzielle Verbindung zwischen Schizophrenie und Selbstmordhäufigkeit in China entdeckt

Der mgliche Zusammenhang zweier groer Volkskrankheiten in China Schizophrenie und Selbstmord wird von einer epidemiologischen Studie betont.

Im Gegensatz zu anderen Lndern der Erde ist die Hufigkeit von Schizophrenie und Selbstmordfllen in China bei Frauen hher als bei Mnnern, was vermuten lsst, dass dort eine Verbindung zwischen diesen beiden groen Problemen der Volksgesundheit besteht. Michael Phillips vom Beijing Suicide Research and Prevention Center und seine Kollegen verwendeten Daten der nationalen psychiatrischen epidemiologischen Studie, dem Sterblichkeitsregister des Gesundheitsministeriums, aus Volksbefragungen und der nationalen psychologischen Autopsie-Studie, um bei Personen im Alter von mehr als 15 Jahren auf dem chinesischen Festland fr den Zeitraum von 1995 bis 1999 die Hufigkeit von Schizophrenie, Selbstmord und Selbstmord bei schizophrenen Personen zu untersuchen.

Die Forscher fanden heraus, dass 4,25 Millionen Menschen an Schizophrenie litten, 285 000&nsp;Personen pro Jahr Selbstmord begehen und 10 Prozent der Personen, die Selbstmord begehen, an Schizophrenie erkrankt sind. Mehr Frauen als Mnner sind an Schizophrenie erkrankt (Risiko-Verhltnis 1,77), und Schizophrenie ist in stdtischen Gegenden hufiger als in lndlichen (Risiko-Verhltnis 1,62). Selbstmord wurde hufiger von Frauen begangen (Risiko-Verhltnis 1,22) und deutlich hufiger in lndlichen Gegenden (Risiko-Verhltnis 3,61). Personen mit Schizophrenie starben etwa 24 Mal hufiger durch Selbstmord als Personen, die nicht an Schizophrenie erkrankt waren.

Dr. Phillips kommentiert: "Die von uns festgestellte hohe jhrliche Rate an Selbstmorden bei Personen mit Schizophrenie in China lsst vermuten, dass diese Erkrankung ein groes Volksgesundheits-Problem in diesem Land darstellt. Es ist notwendig, Strategien zur Selbstmord-Prvention zu entwickeln, die besonders auf Personen mit Schizophrenie abgestimmt sind."

In einem Begleitkommentar folgert Mao-Sheng Ran von der Universitt Hong-Kong: Die Studie von Phillips und Kollegen schlgt eine spezifische Verbindung zwischen Selbstmord und der Schizophrenie-Hufigkeit aufgrund kultureller Unterschiede vor. Dieser Bericht sollte einen wichtigen Beitrag zur Literatur leisten, obwohl die methodische Herangehensweise der Studie die Interpretation der Ergebnisse limitiert.

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Quelle: Michael R Phillips, Gonghuan Yang, Shuran Li, Yue Li. Suicide and the unique prevalence pattern of schizophrenia in mainland China: a retrospective observational study. Lancet 2004; 364: 1062

http://www.thelancet.com