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PUBLIC RELEASE DATE: 3 Dezember 2004

Descartes Prize for Science Communication an Wolfgang Heckl

Auszeichnung der Europäischen Kommission erstmals verliehen

Professor Dr. Wolfgang Heckl, Physiker und Nanowissenschaftler an der Ludwig-Maximilians-Universitt Mnchen und seit 1. Oktober Generaldirektor des Deutschen Museums Mnchen, wurde heute in Prag mit dem neu geschaffenen Descartes Prize for Science Communication der Europischen Kommission ausgezeichnet. Der Preis ist mit 50 000 Euro dotiert und wurde erstmals verliehen. Wolfgang Heckl erhlt den Preis in der Kategorie "Professional Scientists engaged in Science Communication to the Public". Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hatte den Vorschlag eingereicht.

In der Begrndung der Jury heit es:

Professor Dr. Heckl ist eine dynamische Persnlichkeit und hat breite Anerkennung erfahren durch seine Fhigkeit, schwierige wissenschaftliche Zusammenhnge in unterhaltsamer Art und Weise zu vermitteln.

Rund 300 Gste aus Wissenschaft und Politik sowie Journalisten aus ganz Europa kamen im geschichtstrchtigen Rudolph-Saal des Hradschin, der Prager Burg, zusammen, als der tschechische Staatsprsident Vclav Klaus und der neue EU Kommissar fr Wissenschaft, Janez Potocnik die Zeremonie der Verleihung der Descartes-Preise fr Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation erffneten. Der renommierte Descartes-Wissenschaftspreis fr wissenschaftliche Zusammenarbeit in Europa, dotiert mit je 500 000 Euro, wurde bereits zum fnften Mal verliehen und ging an zwei Wissenschaftlerteams in den Lebenswissenschaften und der Physik. Der neu geschaffene Kommunikationspreis der Europischen Kommission wurde in drei Kategorien verliehen. In der Kategorie "Professional Scientists engaged in Science Communication to the Public" wurde neben Wolfgang Heckl der britische Zoologe und Filmautor Sir David Attenborough ausgezeichnet. Auch die Kategorie "Innovative Action for Science Communication" hat zwei Preistrger: den Molekularbiologen Professor Peter Csermely aus Budapest fr sein Projekt, das ungarische Schler in Labors bringt, und der belgische Materialwissenschaftler Professor Ignass Verpoest fr seine Wanderausstellung "Composites on Tour." Der franzsische Fernsehjournalist Vincent Lamy wurde in der Kategorie "Scientific Television" fr sein Programm ber getarnte Insekten (Face aux phasmes) ausgezeichnet. Die Preissumme von Euro 250 000 fr den Kommunikationspreis wurde zu gleichen Teilen auf die fnf Preistrger aufgeteilt.

Fr den Descartes Prize for Science Communication waren bei der Europischen Kommission insgesamt 47 Bewerbungen aus ganz Europa eingegangen, von denen sich 19 in Prag in der Schlussausscheidung prsentierten.

Die Voraussetzung fr eine Zulassung zum Wettbewerb um den Kommunikationspreis der EU ist die vorherige Auszeichnung des Bewerbers auf nationaler Ebene. Professor Wolfgang Heckl hatte im Jahre 2002 den Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Stifterverbandes fr die Deutsche Wissenschaft fr herausragende Leistungen in der Vermittlung seiner wissenschaftlichen Arbeit in die ffentlichkeit erhalten.

Wolfgang Heckl wurde 1958 geboren und studierte nach dem Abitur an der TU Mnchen Physik. Nach der Promotion im Fach Biophysik ging er 1989 als Postdoktorand zunchst fr ein Jahr nach Kanada an die University of Toronto und anschlieend in die Schweiz zu Professor Gerd Binnig an das IBM Research Laboratory. 1993 schloss er seine Habilitation in Physik ab und nahm im gleichen Jahr den Ruf auf die Professur fr Experimentalphysik an der Ludwig-Maximilians-Universitt Mnchen an. 1993 erhielt er den Philipp-Morris Forschungspreis. Seit Oktober 2004 ist Wolfgang Heckl neben seiner Professur Generaldirektor des Deutschen Museums Mnchen.

Seit mehr als zehn Jahren engagiert sich Wolfgang Heckl fr die Vermittlung seiner Forschungsergebnisse in die breite ffentlichkeit. Bereits Anfang der 90er Jahre wurde er durch verschiedene Fernsehbeitrge mit seinen rastertunnelmikroskopischen Untersuchungen am menschlichen Erbgut bekannt, die erstmals eine Darstellung der DNA-Basen als Bausteine des genetischen Codes ermglichten. In zahlreichen Wissenschaftssendungen hat Heckl seitdem der ffentlichkeit Einblicke in die Welt der Nanotechnologie ermglicht. In seinen Bemhungen um ein besseres Verstndnis der Nanotechnologie nutzt er vielfltige Mglichkeiten der Vermittlung und will Menschen jedes Alters und jeder Gesellschaftsschicht ansprechen. Besonders sucht Heckl den direkten Kontakt mit jungen Menschen und engagiert sich in Ausstellungsprojekten und Messen zu naturwissenschaftlichen Themen. Immer wieder sucht er den Dialog mit Skeptikern der Wissenschaft und Kritikern der von ihm vertretenen Nanotechnologie. Sein Einsatz fr Public Understanding of Science schliet auch die Politik mit ein; hier, wie bei der Arbeit mit Jugendlichen, sieht Heckl seine Bemhung um Verstndnis und Begeisterung fr die Wissenschaft als Investition in die Zukunft. Im Sommer 2004 hat sich Wolfgang Heckl bereit erklrt, den nchsten pan-europischen Kongress der Wissenschaft - EuroScience Open Forum 2006 in Mnchen - als Chairman zu betreuen.

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