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PUBLIC RELEASE DATE: 1. Juni 2004

Auf dem Weg zum intelligenten Assistenten

Schwerpunktprogramm "Entwurf und Entwurfsmethodik eingebetteter Systeme" legt Abschlussbericht vor

Ob Telefon, Navigationssystem, Videospiel oder Drucker - immer mehr entscheidet der Elektronikanteil ber den Erfolg eines Produkts. Jedes Gert soll mit jedem kommunizieren knnen, mglichst klein sein und wenig kosten. Intelligente Kleidung, Fahrassistenzprogramme im Auto und fotografierende Handys mit Laptopfunktionen sind nur einige der denkbaren Beispiele und in allen arbeiten so genannte eingebettete Systeme, englisch "embedded systems": elektronische Systeme, die in grere Systeme oder Umgebungen integriert sind. In dem von der DFG gefrderten Schwerpunktprogramm "Entwurf und Entwurfsmethodik eingebetteter Systeme" entwarfen Wissenschaftler in 14 Projekten Methoden fr die Entwicklung aktueller und zuknftiger eingebetteter Systeme. Dabei stand der Versuch im Vordergrund, mglichst viele intelligente Funktionen in einem System zu vereinen, unterschiedliche Komponenten optimal interagieren zu lassen sowie die Gerte zu verkleinern und den Stromverbrauch zu senken. Die Wissenschaftler legten jetzt nach sechs Jahren Forschungsarbeit ihren Abschlussbericht vor.

Beispiele fr die Ergebnisse der Gruppe, die mit 34 Firmen und zwlf Hochschul- und Forschungsinstituten auerhalb des Schwerpunkts kooperierte, finden sich im Sektor der Automobilelektronik. Eingebettete Systeme sollen im Fahrzeug Sicherheit, Fahrgefhl und Wohlbefinden erhhen. Am Beispiel eines Bremssystems entwickelte ein Projekt des Schwerpunkts an der Universitt Frankfurt am Main ein Verfahren, um verschiedene Varianten des Systems miteinander zu vergleichen und anhand der Ergebnisse zu optimieren.

In einem Projekt am Wilhelm-Schickard-Institut der Universitt Tbingen stand der Test vor der Inbetriebnahme von Systemen im Vordergrund. Unter dem Stichwort Emulation, dem Nachahmen der realen Bedingungen, entwickelten die Wissenschaftler ein verlssliches Werkzeug, die Emulationsumgebung "Spyder", die beispielsweise im Auto Anwendung findet.

Am Beispiel des Bremssystems in einem Zug entwickelte ein Projekt am Institut fr Informatik in Mnchen ein mathematisches Verfahren, um Systeme an Schnittstellen zwischen diskreten und kontinuierlichen Prozessen zu beschreiben. Diskret sind Vorgnge, die durch feste Werte charakterisiert werden knnen. Kontinuierlich sind sie, wenn sie jeden beliebigen Wert annehmen knnen. So genannte hybride eingebettete System erfordern daher eine besondere Beschreibung, die das Projekt erarbeitet hat.

Auch in der industriellen Automation spielen eingebettete Systeme eine groe Rolle. An der Technischen Universitt Ilmenau beschftigte sich ein Projekt des Schwerpunktprogramms mit der Modellierung von Mehrkoordinatenantrieben. Diese Modellierung verbessert vor allem die berprfung von Zeitbedingungen.

Am Institut fr Technik der Informationsverarbeitung in Karlsruhe beschftigten sich Wissenschaftler mit einer einheitlichen Entwurfsmethodik fr eingebettete Systeme. Diese Methodik begleitet den Weg eines Systems von der Idee bis zur Umsetzung. Erfolgreich getestet haben die Wissenschaftler ihre Methode an einem automatischen Probenehmer fr ein chemisches Analysegert.

Die DFG frderte das Schwerpunktprogramm mit der Nummer 1040 von 1997 bis 2003 mit insgesamt 8,6 Millionen Euro. Whrenddessen entstanden mehr als hundert Publikationen sowie mehr als 20

Dissertationen. Weiterfhrende Informationen:

Download des Abschlussberichts des Schwerpunktprogramms 1040 unter http://www.dfg.de/aktuelles_presse/publikationen/verzeichnis/download/abschlussbericht_spp1040.pdf.

Nhere Informationen zu dem Programm erteilen der Koordinator des Programms, Professor Dr. rer. nat. Wolfgang Rosenstiel, Wilhelm-Schickard-Institut fr Informatik an der Eberhard-Karls-Universitt Tbingen, Sand 13, 72076 Tbingen, Tel.: 07071/29-75482, E-Mail: rosenstiel@informatik.uni-tuebingen.de

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