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Bernd Rendel-Preis 2015 zeichnet frühe Erfolge in den Geowissenschaften aus

Der Blick in die Erde und auf die Sonne

Deutsche Forschungsgemeinschaft

Diese Pressemitteilung ist verfügbar auf Englisch.

Vielversprechende geowissenschaftliche Forschung mit internationalem Potenzial, das zeichnet der Bernd Rendel-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) aus. Geradezu prototypisch stehen dafür die Britin Eleanor Berryman und der Österreicher Benedikt Soja, die den Preis für noch nicht promovierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 2015 erhalten. Die Jahrestagung der Deutschen Geologischen Gesellschaft in Berlin gibt zudem den passenden Rahmen für die Preisverleihung am 6. Oktober. Die vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verwaltete Bernd Rendel-Stiftung hat zum Ziel, den Preisträgerinnen und Preisträgern die Teilnahme an inter-nationalen Kongressen und Tagungen zu ermöglichen. Die beiden Ausgezeichneten erhalten je 1000 Euro für wissenschaftliche Zwecke.

Zu den Personen:

Eleanor Berryman, Technische Universität Berlin und GeoForschungsZentrum Potsdam

Die Geochemikerin Eleanor Berryman untersucht die Entstehung des Minerals Turmalin anhand von Experimenten und Feldversuchen. Sie nutzt es als Indikator für die Entstehung bestimmter Ge-steine und blickt somit in die Erdgeschichte zurück. Turmalin kommt vielfältig in den verschiedens-ten Gesteinsarten vor, doch seine komplexe chemische Kristallstruktur und sein konkretes Verhal-ten bleiben eine Herausforderung. Diesen Themen widmet Berryman sich in ihrer Doktorarbeit an der TU Berlin und dem GFZ Potsdam. Hier betrachtet sie beispielsweise die Entstehung von kali-um- oder ammoniumreichem Turmalin im Labor und gleichzeitig die Gesteinsflüsse am österreichi-schen Pfitscher Joch und wie das Mineral dort entstanden sein kann.

Benedikt Soja, GeoForschungsZentrum Potsdam

Der Geodät und Geophysiker Benedikt Soja untersucht die Korona der Sonne mithilfe von Radiote-leskopen. Dazu hat er in seiner Masterarbeit an der Technischen Universität Wien eine Methode entwickelt, um kontinuierlich die Struktur und den Zustand der Atmosphäre der Sonne zu beobach-ten. Konkret erstellte er zusammen mit Forscherinnen und Forschern der NASA und der TU Wien Beobachtungspläne für globale Radioteleskopnetzwerke, die in den Jahren 2011 und 2012 erfolg-reich zum Einsatz kamen. In seiner Forschung bringt er Astronomie, Sonnenphysik und Geodäsie zusammen. In seiner Doktorarbeit in Potsdam verfeinert er zum Thema „Kalman-Filter" seine Ex-pertise zur Messmethode der Very-Long-Baseline Interferometry (VLBI) weiter.

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Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zum Bernd Rendel-Preis und den beiden Preisträgern finden Sie unter:

http://www.dfg.de/rendel-preis

Ansprechperson in der DFG-Geschäftsstelle:

Dr. Ismene Seeberg-Elverfeldt,
Gruppe Physik, Mathematik, Geowissenschaften,
Tel. +49 228 885-2825,
ismene.seeberg-elverfeldt@dfg.de">ismene.seeberg-elverfeldt@dfg.de

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