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Internationales Althebräisches Kolloquium und internationale Tagung

Johannes Gutenberg Universitaet Mainz

Diese Pressemitteilung ist verfügbar auf Englisch.

Internationale Doppelkonferenz lädt vom 29. Oktober bis zum 1. November 2015 zum Austausch über den aktuellen Forschungsstand zur althebräischen Sprache sowie zur historischen und zeitgenössischen Schriftsystematik

Die Forschungsstelle Althebräische Sprache und Epigraphik der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) lädt zum Ende Oktober / Anfang November 2015 zum 12. Mainzer Internationalen Colloquium für Alt-Hebräisch (MICAH) ein. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt tauschen sich in diesem Forum über neue Erkenntnisse und den aktuellen Stand der Erforschung der althebräischen Sprache aus. Das Mainz International Colloquium on Ancient Hebrew (MICAH) wurde 1998 - damals noch unter anderem Namen, aber bereits in Mainz - von Dr. Reinhard G. Lehmann von der Evangelisch-Theologischen Fakultät der JGU ins Leben gerufen und hat sich seither als internationales wissenschaftliches Forum für die Althebraistik etabliert. Zur dreitägigen Veranstaltung werden Alttestamentler, Semitisten, Historiker und Altorientalisten aus vielen europäischen Ländern, aus Israel, Südafrika, Kanada und den USA erwartet, die diese Gelegenheit nutzen, um sich miteinander auszutauschen, ihre Projekte vorzustellen und neue Impulse zu setzen.

In diesem Jahr ist die MICAH-Veranstaltung im nahtlosen Übergang mit dem jährlich an wechselnden Universitäten und diesmal in Mainz stattfindenden Treffen von "The Idea of Writing" verbunden, auf dem sich Philologen, Linguisten, Grammatologen, Historiker und andere Kulturwissenschaftler der verschiedensten Sprachen und Schriften mit allgemeinen Fragen der historischen und zeitgenössischen Schriftsystematik auseinandersetzen. Die diesjährige Arbeitsgruppentagung steht unter der Überschrift "Long hand and short hand". Hier soll es zum Beispiel um Beobachtungen darüber gehen, welchen Einfluss schnelles und geübtes Schreiben im Unterschied zu langsamem oder ungeübtem oder auch äußerliche Behinderungen des Schreibens auf Stil, Form und Layout und das Schriftergebnis an sich haben kann.

Das Mainz International Colloquium on Ancient Hebrew bringt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedenster Fachkulturen und Konfessionen zusammen, die sich mit einem weitgefächerten Themenspektrum befassen, das von der grammatischen und syntaktischen Analyse hebräischer Bibeltexte über alt-aramäische, transjordanische und phönizische Inschriften sowie damit verbundene epigraphische, linguistische und religionsgeschichtliche Fragestellungen bis hin zur Vorstellung neuer Methoden zur Analyse alter Inschriften reicht. "Ohne die Kenntnis diverser Nachbarsprachen und weiterer historischer und sprachhistorischer Gegebenheiten ist das Althebräische der Bibel nicht angemessen zu verstehen", erklärt Dr. Reinhard G. Lehmann, der die Tagung zusammen mit Dr. Anna Zernecke organisiert. "Das Lehrangebot an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz umfasst daher auch Sprachen wie Alt-Aramäisch, Phönizisch und Ugaritisch sowie nordwestsemitische Epigraphik und Paläographie. Das Kolloquium bietet uns die Möglichkeit, diese Inhalte auf internationaler Ebene wissenschaftlich zu diskutieren."

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