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Kann Gruppenmeditation Gewaltverbrechen verhindern? Ja! Das legen neue Studien nahe.

Ausübung des Fortgeschrittenprogramms der Transzendentalen Meditation in großen Gruppen korreliert mit signifikanten Rückgang von Tötungsdelikten und Gewaltverbrechen in den USA, von 2007 bis 2010.

Maharishi University of Management

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IMAGE: Von 2007 bis 2010, als die Gruppengröße von Teilnehmern am Fortgeschrittenen-TM-Sidhi-Programm den Schwellenwert überschritt, ab dem ein Rückgang negativer Trends vorausgesagt wurde (√1%), fand eine signifikante Veränderung der US Kriminalitätsrate... view more

Credit: Maharishi University of Management

Können große Gruppen von Meditierenden die Kriminalitätsrate senken? Die jüngste Studie einer Reihe, die bereits seit Jahrzehnten läuft, deutet darauf hin, dass eine genügend große Gruppe, die das Fortgeschrittenenprogramm der Transzendentalen Meditation, das TM-Sidhi Programm, ausübt, in Zusammenhang mit verminderter sozialer Gewalt steht.

Für den Zeitraum von 2007 bis 2010, als es eine genügend große Gruppe gab, fand die statistische Analyse einen signifikanten Rückgang sowohl der nationalen Mordrate als auch der Gewaltverbrechensrate in Großstädten im Vergleich zu Trends im Bezugszeitraum von 2002 bis 2006.

Der Rückgang der Mordrate insgesamt im Vergleich zur durchschnittlichen Rate des Bezugszeitraums lag bei 21,2% während des vierjährigen Interventionszeitraums (5,3% pro Jahr). Eine Analyse der monatlichen Daten zeigte, dass ein steigender Trend der US Mordrate während des Vergleichszeitraums von 2002 bis 2006 im Interventionszeitraum der Studie von 2007 bis 2010 umgekehrt wurde (siehe Grafik). Die Forscher schätzen, dass durch die höchst signifikante Veränderung des Aufwärtstrends in einen Abwärtstrend 8.157 Tötungsdelikte verhindert wurden.

Der Rückgang der Gewaltverbrechensrate lag bei 18,5% (4,6% pro Jahr). Die Studie fand eine höchst signifikante Veränderung von einem stagnierenden Trend von 2002 bis 2006 zu einem Abwärtstrend im Zeitraum von 2007 bis 2010 bei einer Stichprobe in 206 Stadtgebieten in verschiedenen Teilen des Landes mit einer Bevölkerung von mehr als 100.000 Einwohnern (siehe Grafik).

Vorausgesagt

Von Juli 2006 an versammelten sich Meditierende, die die Fortgeschrittenentechnik ausübten, an der Maharishi University of Management in Fairfield, Iowa, USA, um eine Gruppe zu bilden, die groß genug war, einen positiven Einfluss auf die gesamten Vereinigten Staaten auszuüben.

Im Vorfeld waren der Presse und anderen Wissenschaftlern gegenüber Voraussagen gemacht worden, dass signifikante Abnahmen bei Gewaltverbrechen auftreten würden, wenn die Gruppe einen theoretisch vorhergesagten Schwellenwert, nämlich die Quadratwurzel aus 1% der US Bevölkerung, erreichen oder überschreiten würde. Im Januar 2007 übertraf die Gruppe die erforderliche Größe von 1.725 Teilnehmern - die Quadratwurzel aus 1% der US Bevölkerung zu dem Zeitpunkt - und blieb während des Jahres 2010 über bzw. nahe an diesem Wert.

Die Studie wurde heute in SAGE Open Apr 2016, 6 (2) veröffentlicht. Diese Zeitschrift ist Mitglied im Komitee für Publikationsethik Committee on Publication Ethics (COPE).

Eine neue Hypothese in den Sozialwissenschaften

„Ich gehe davon aus, dass es eine neue Hypothese in den Sozialwissenschaften gibt, die besagt, dass Meditation einen stressreduzierenden und kohärenzschaffenden Effekt in der Gesellschaft erzeugen kann", sagte der Hauptautor Michael Dillbeck. „Diese Forschungen deuten immer mehr darauf hin, dass es einen Feldeffekt des Bewusstseins gibt. Wenn man eine genügend große Gruppe von Menschen hat, die zusammen diese Technik ausüben, um die Feldqualität des Bewusstseins zu erfahren, dann drücken sich diese ,feldähnlichen' Effekte in der Gesellschaft aus."

Die Hypothese von einem Feldeffekt des Bewusstseins bedeutet, dass es eine unterschwellige Verbindung zwischen Menschen gibt, ähnlich wie in der Physik unterhalb der Verschiedenheit von Materie und Energiefeldern eine größere Einheit entdeckt wurde. Je stärker das darunter liegende Feld belebt wird, desto größer ist der vereinheitlichende Einfluss von Frieden und Harmonie auf der oberflächlichen Ebene des Lebens.

Die Hypothese wurde zum ersten Mal im Jahr 1960 von Maharishi Mahesh Yogi aufgestellt, der die Technik der Transzendentalen Meditation eingeführt hatte. Diese Hypothese wurde zuerst durch veröffentlichte Forschungsarbeiten in den 1970er und 1980er Jahren bestätigt, als beobachtet wurde, dass Städte, in denen 1% der Bevölkerung die Transzendentale Meditation ausübten, signifikante Steigerungen von positiven Trends aufwiesen.

Man fand, dass die Wirkung erheblich größer war, als das Fortgeschrittenenprogramm, die TM-Sidhi-Technik, eingeführt wurde. Es wurden Beobachtungen gemacht, die darauf hinwiesen, dass nur die Quadratwurzel aus 1% der Bevölkerung nötig war, um die Harmonie zu erhöhen und verschiedene Messgrößen für die Lebensqualität in der Gesellschaft zu verbessern.

Neun von Fachleuten überprüfte Artikel, darunter 14 Studien, sind bis jetzt veröffentlicht worden, die diesen hypothetischen Effekt bestätigen.

Während frühere Studien sich auf Gruppen stützten, die ihre Meditationsprogramme über Zeiträume von mehreren Wochen oder Monaten ausübten, lief die vorliegende Studie über mehrere Jahre und gab den Forschern so die Möglichkeit, potentielle Langzeitveränderungen zu untersuchen.

Strenge statistische Analyse

Die Autoren der Studie benutzten ein ganzes Bündel an diagnostischen Tests, um die Gültigkeit der statistischen Schlüsselannahmen der Analyse festzustellen, unter anderem eine ,Unterbrochene Trendinterventionsanalyse' der Ergebnisse, eine Form der ,Unterbrochenen Zeitreihenanalyse'.

Sie fanden auch, dass alternative Hypothesen wie Wirtschaftstrends, Inhaftierungsraten, Jahreszeitenzyklen, demographische Veränderungen sowie Polizeistrategien den beobachteten Rückgang nicht ausreichend erklären können.

Zum Beispiel fiel die Gewaltverbrechensrate signifikant während der schweren Rezession im Zeitraum von 2007 bis 2009 anstatt zu steigen, wie allgemein erwartet. Laut Aussagen eines führenden Experten für Kriminalität und Wirtschaft war dies das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg, dass die Kriminalitätsrate während eines starken Konjunkturrückgangs nicht anstieg.

Siehe NBC News: Arbeitslosenrate steigt, aber Kriminalitätsrate sinkt: Was ist hier los? (3. Januar 2012). Die New York Times veröffentlichte einen ähnlichen Bericht im Jahr zuvor: Stetiger Rückgang von Schwerverbrechen verblüfft die Experten (23. Mai 2011). Die Washington Post berichtete zum ersten Mal über diese Neuigkeiten am 25. Mai 2010: Gewaltverbrechen in den USA rückläufig.

Wichtige Konsequenzen für die Verbrechensprävention

„Wenn man davon ausgeht, dass jetzt zahlreiche Studien vorliegen, die eine höchst signifikante Beziehung zwischen einer großen Gruppe, die die Transzendentale Meditation und das TM-Sidhi Programm ausübt und verminderter Gewalt in der Gesellschaft zeigen, dann hat das offensichtlich Folgen für die Verbrechensprävention", sagte Dr. Dillbeck.

Die Gruppe, die sich im Zeitraum von 2007 bis 2010 zusammengefunden hatte, hat sich nun wieder teilweise aufgelöst. Dr. Dillbeck deutet darauf hin, dass wenn Regierungen die Bildung solcher Gruppen in verschiedenen Ländern unterstützen würden, so dass diese Gruppen über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden könnten, es eine bemerkenswerte Wirkung auf die Reduzierung von Feindseligkeiten und die Förderung der Kohärenz unter den Nationen haben könnte, der durch weitere Forschungen gemessen werden könnte. In einigen Ländern ist man tatsächlich gerade dabei, solche Gruppen durch private Organisationen zu bilden und es gibt immer mehr Regierungen, die das unterstützen.

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Societal violence and collective consciousness: Reduction of U.S. homicide and urban violent crime rates. Michael C. Dillbeck and Kenneth L. Cavanaugh, Institute of Science, Technology, and Public Policy, Maharishi University of Management. DOI:10.1177/2158244016637891

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