Ihre Masse ist extrem gering, doch wie leicht sind Neutrinos wirklich? Eine Kollaboration deutscher und internationaler Forschungsgruppen hat ihre Experimente zur Massebestimmung dieser „Geisterteilchen“ optimiert. Dabei ist es gelungen, die bisher im Rahmen ähnlicher Messungen ermittelte Obergrenze auf der Neutrinomasseskala weiter nach unten zu korrigieren. Im Rahmen des „Electron Capture in Ho-163 Experiment“ (ECHo) nutzen die Wissenschaftler dazu das Isotop Holmium-163 (Ho-163), das bei seinen Zerfallsprozessen Rückschlüsse auf die Neutrinomasse erlaubt. Nach Angaben von ECHo-Sprecherin Prof. Dr. Loredana Gastaldo, Wissenschaftlerin am Kirchhoff-Institut für Physik der Universität Heidelberg, belegen die aktuellen Ergebnisse, dass künftig noch größer angelegte Untersuchungen durchführbar sein werden. Sie sollen es ermöglichen, sich der Masse der Neutrinos noch weiter anzunähern und sie schließlich genau zu bestimmen.