Böden beheimaten einige der vielfältigsten Tiergemeinschaften der Erde. Unzählige Springschwänze, Milben, Regenwürmer, Spinnen und andere Arthropoden zersetzen hier organisches Material, regulieren die Gemeinschaften der Mikroorganismen und tragen zum Nährstoffkreislauf bei. Damit sind sie für gesunde, fruchtbare Böden und deren nachhaltige Bewirtschaftung unverzichtbar. Doch es ist wenig darüber bekannt, wie die Ernährung der Bodentiere durch Landnutzung und Klima beeinflusst wird. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Göttingen hat nun gezeigt, dass die Gemeinschaften der Bodentiere in Agrarlandschaften und in den Tropen eine höhere Vielfalt von Ernährungsweisen aufweisen als anderenorts. Diese „trophische Vielfalt“ ist entscheidend für die Stabilität von Ökosystemen in Zeiten des globalen Wandels. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature Ecology & Evolution veröffentlicht.